Euro Gruppe schädigt viele Kleinanleger

Euro Gruppe und die Kleinanleger mit ihren Verlusten

Vermittler der Euro Gruppe haben Kleinanleger Beteiligungen mit Laufzeiten bis zu 30 Jahren, oft in Form von Sparplänen, verkauft. Etwa 40.000 Kleinanleger, die hofften so was für ihre Altersvorsorge zu tun, stehen nun vor der Aussicht fast alles verloren zu haben. Mit dem Sparplan gingen die Anleger eine Beteiligung als atypische Gesellschafter ein und wurden Mitunternehmer. Damit waren Sie am Gewinn und am Verlust des Unternehmens beteiligt. Die Anleger haften bis zu der Summe, die Sie im Laufe der Jahre einzahlen sollten.

Horror Szenario Dass Horror Szenario wäre, dass die Kleinanleger noch die ausstehenden Raten bezahlen müssen, um die Schulden ihrer Anlagefirma zu tilgen. Der Insolvenzverwalter Bruno Fraas meint jedoch dass Panik nicht angebracht ist. Er kann zwar Nachschüsse nicht ausschließen aber er sei jedoch zuversichtlich dass durch den Verkauf der mit den Anlegergeld bezahlten Immobilien, genügen zusammenkommt um die Forderungen der Hauptgläubiger abzudecken. 2 bis 3 Jahre könnte das Insolvenzverfahren gehen und sollte noch etwas übrig sein, wenn alle Hauptgläubiger befriedigt sind, wird dies Geld an die Anleger ausgezahlt.

Finanztest Ausgabe Februar 2006 Dass es Verluste gibt, ist sicher, laut Bruno Fraas. Finanztest Ausgabe Februar 2006 berichtet darüber und schreibt auch dass sie bereits im Jahr 2000 ( Mai S.59) die Beteiligungen als gefährliche Investition mit fragwürdigen Gewinnversprechen eingestuft haben. Ansprüche anmelden bei der Insolvenzverwaltung Bruno Fraas & Kollegen. Bei Falschberatung den Vermittler verklagen, sollte er nicht vollständig und unmissverständlich auf alle wesentlichen Risiken hingewiesen hat. Der Finanzvertrieb AVB der für die Euro Gruppe arbeitete wurde in der Vergangenheit schon zu Schadenersatz wegen Falschberatung verurteilt. Bei Falschberatung mit Beteiligungen gibt es seit Januar 2002 eine Verjährungsfrist von 3 Jahren. Die Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem Sie von der Falschberatung oder dem Schaden erfahren haben.

Quelle: Finanztest Ausgabe Februar 2006