Erhöhtes Risiko durch SEPA

Erst kam der Euro und jetzt kommt der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum oder wie es der Fachmann nennt: SEPA. Doch diese Vereinheitlichung hat nicht nur Vorteile, sie erhöht auch das Risiko von Bankgeschäften.

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Kennen Sie Ihre Kontonummer auswendig? Sicher, und die Bankleitzahl auch. Tja, 2012, spätestens 2013 müssen Sie sich dann wohl umstellen und ein wenig Gedächtnistraining leisten. Denn dann werden unsere altbekannten und liebgewonnenen Bankpins nicht mehr stimmen. Dann regieren bei uns IBAN und Bic. Dabei ist IBAN die europaweit gültige Kontonummer aus nicht mehr als 34 Zeichen und BIC das internationale Pendant zur heutigen nationalen Bankleitzahl.

Jetzt mal schneller

In Zeiten der Globalisierung bietet eine solche Europäisierung natürlich etliche Vorteile. Wer kauft den heute noch national. Da gibt es das Internetshopping weltweit, aber auch den Autokauf im benachbarten und günstigen Ausland. Durch SEPA verschnellert sich z. B. der Zeitraum in dem Auslandsüberweisungen von Bankseite erledigt sein müssen. Ab 2012 sollen in- und ausländische Überweisungen innerhalb eines Tages getätigt sein. Allerdings sind mit dem neuen Bankgesetz auch einige Nachteile für den Verbraucher verbunden. Der Bankkunde muss in Zukunft die Augen offen halten, um nicht ins finanzielle Hintertreffen zu geraten. Denn von ihm wird deutlich mehr Eigenverantwortung erwartet als bisher.

Die Top-Fünf der Nachteile

1.) Die banalste Veränderung ist sicher die Neuerung und Änderung der Konto- und Bankleitzahl und deren Länge von bis zu 34 Zeichen (Ländercode, Kontrollzahl und nationaler Kontonummer) bei der IBAN und bis zu 11 Zeichen bei der BIC.

2.) Dadurch das nur noch die IBAN und die Bic auf den Überweisungen von Bedeutung sind – Namen sind nur noch Schall und Rauch –, kann der kleinste Zahlendreher schon zu finanziellen Verlusten führen.

3.) Eine Überweisung wird unwiderruflich durchgeführt, auch bei einem Fehler ist sie nicht rückgängig zu machen.

4.) Die Frist für Rückbuchungen für Lastschriften wird sich ändern. Sie verkürzt sich von derzeit sechs Wochen nach Rechnungsabschluss am Quartalsende auf lediglich acht Wochen nach dem Buchungstag.

5.) Kartenklau oder nur Schlamperei? Egal, wird die Karte von einem Dritten missbraucht, haftet der Karteninhaber immer mit bis zu 150 Euro.

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