Epidemien – Europäische Medizin-Experten im Kongo

Zur Abwehr künftiger Epidemien trafen sich Europäische Medizin-Experten im Kongo

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Jetzt startet der erste Einsatz für das „European Medical Corps“, die europäischen Medizin-Experten.

Expertenpool wegen vergangener Ebola-Krise

Bereits Anfang des Jahres wurde in Brüssel mit dem „European Medical Corps“ ein Expertenpool zur Abwehr möglicher künftiger Epidemien initiiert. Mit dieser deutsch-französische Initiave reagiert man hier auf die verheerende Ebola-Krise des Jahres 2014. An dem Projekt sind neben Deutschland und Frankreich auch Belgien, Finnland, Luxemburg, die Niederlande, Schweden, Spanien und die Tschechische Republik beteiligt. Jetzt starten die „European Medical Corps“ in ihren ersten Einsatz: In der Demokratischen Republik Kongo.

Krankheiten halten nicht an Grenzen

Anlässlich des ersten Einsatzes des „European Medical Corps“ in der Demokratischen Republik Kongo erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Die Ebola-Krise hat uns einmal mehr vor Augen geführt, dass Gesundheit global gedacht werden muss. Krankheiten machen nicht an Grenzen halt. Wir haben daher dafür gesorgt, dass schnell einsetzbare Teams aus Epidemiologen und Laborexperten künftig frühzeitig bei gefährlichen Krankheitsausbrüchen vor Ort helfen können. Damit haben wir die Voraussetzung geschaffen, dass nun erstmals ein mobiles Laborteam im Rahmen des „European Medical Corps“ zum Einsatz kommt. Mit der Entsendung der Experten vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und Robert Koch-Institut leisten wir eine wichtige Unterstützung, um den Gelbfieberausbruch in der Demokratischen Republik Kongo zu bekämpfen.“

Experten in Kwango

Das „EMLab“ des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin nimmt, gemeinsam mit Experten des Robert Koch-Institutes, aktuell in der Demokratischen Republik Kongo am ersten Einsatz des European Medical Corps teil. Die WHO hatte diese technische Unterstützung angefordert. Anlass ist eine akute Gelbfieber-Epidemie, die sich aus Angola in Richtung Kongo-Becken ausgebreitet hat. Die Ressourcen in der Demokratischen Republik Kongo reichen nicht aus, um Diagnostik und Impfung für die Betroffenen sicherzustellen. Diese sind erforderlich, um Erkrankte zu identifizieren, das Ausmaß des Ausbruchs abzuschätzen, und Impfkampagnen in den betroffenen Gebieten durchzuführen. Das Auswärtige Amt fördert den dreimonatigen Einsatz des Labors in der Provinz Kwango im Rahmen der Vereinbarung mit der EU zum European Medical Corps. Damit steht nun qualifiziertes Personal und mobile Laborkapazitäten für schnelle Hilfsmaßnahmen zur Verfügung.

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