Entscheidung gegen gesetzliche Krankenversicherung – für PKV

Private Krankenversicherungen sind voll im Trend. Der Schritt, sich gegen eine gesetzlich Versicherung zu entscheiden will aber wohl überlegt sein, denn nicht für jeden ist die PKV der richtige Weg.

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Wer heute gesetzlich krankenversichert ist, muss viele Abstriche machen. Oder sich durch ein Labyrinth von Wahltarifen wühlen. Diese machen dann auf der einen Seite vieles möglich, auf der anderen Seite aber werden je nach Tarif wiederum an anderer Stelle Leistungen kürzt. Beim Arzt selbst hat man dann als Patient noch zusätzlich das Gefühl, ein Kranker zweiter Klasse zu sein. Schon bei der Terminvergabe gerät man als „Gesetzlicher“ ins Hintertreffen. Wartezeiten von Wochen und Monaten vor allem bei Fachärzten sind keine Seltenheit.

Patient zweiter Klasse?

Was bleibt zu tun? Eine private Krankenversicherung scheint die Lösung. Hier kann sich jeder versichern der mindestens 49.950 Euro im Jahr verdient und das durchgängig die letzten drei Jahre. Denn dann liegt man über der Pflichtversicherungsgrenze, die eine gesetzliche Versicherung zwingend macht. Trotzdem sollte der Schritt in die private Versicherung sorgsam überlegt sein, denn er ist eine Einbahnstraße. Der Weg zurück in die gesetzliche Kasse ist in der Regel für alle Zeiten gesperrt. Zumal bei den Privaten auch beileibe nicht jeder genommen wird und Alter oder Vorerkrankungen meist zu einer Beitragserhöhung führen, und dass auch im Laufe der Versicherungszeit. So kann man sich also trotz günstiger Anfangsbeiträge nie sicher sein, ob man gestiegene Beiträge im Alter auch noch zahlen kann.

Umfangreich vergleichen

Wer also mit dem Gedanken spielt ein Erste-Klasse-Patient zu werden, sollte sich das genau überlegen. Besonders wichtig ist es, nicht auf Lockvogeltarife reinzufallen. Ist die Versicherung besonders günstig, kann sich fast sicher sein, dass der Billigbeitrag durch Leistungskürzungen finanziert wird. Zu bedenken gilt auch, dass Kinder und Ehepartner bei den privaten nicht automatisch mitversichert sind. Es gibt keine Familienversicherung, die bei den gesetzlichen üblich ist. Wer sicher gehen will, die richtige Versicherungsgesellschaft gewählt zu haben, sollte laut Verbraucherzentrale mindestens 40 Versicherer verglichen haben. Hat man sich nun trotz allem für eine private Krankenversicherung entschieden, muss man darauf achten, dass während des Übergangs keine Versicherungslücke entsteht.


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