Entgeltfortzahlung erst nach vier Wochen Beschäftigung

Arbeitnehmer haben im Krankheitsfall ein Anrecht auf Lohnentgeltfortzahlung von Seiten des Arbeitgebers. Allerdings erst, wenn man mindestens vier Wochen beschäftigt war.

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Auf unser soziales Netz können wir Deutschen wirklich stolz sein. Auch wenn sich so mancher überlegt, wie das nur finanziert werden soll. Auch wenn sich so mancher ärgert, über sogenannte Sozialschmarotzer, die sich auf Kosten anderer nen faulen Lenz machen. Andererseits kann jeder Bürger – das Schicksal meint es nicht immer gut – irgendwann darauf angewiesen sein. Im Großen durch Arbeitslosigkeit z. B., aber auch im Kleinen, wenn man bspw. krank wird


Keine Sorge, das Netz trägt

In unserem Land muss sich kein Angestellter Gedanken machen, wie er seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen soll, wenn er vom Arzt krank geschrieben wird. Denn jeder Arbeitnehmer hat in Deutschland ein Anrecht auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber für 42 Kalendertage das Entgelt des Arbeitnehmers bei Krankheit weiter bezahlen muss. Nach diesen ungefähr sechs Wochen springt dann die Krankenkasse mit der Zahlung von Krankengeld ein.

Anspruch hat jeder Arbeitnehmer

Anspruch auf die Lohnentgeltfortzahlung hat grundsätzlich jeder Arbeitnehmer. Aber: Keine Regel ohne Ausnahme. Der kranke Mitarbeiter muss bereits vier Wochen nach der Arbeitsvertragsunterzeichnung im Betrieb beschäftigt sein. Fängt man also am 01. Oktober in einem Unternehmen an und ist dann am 08. Oktober gleich krank, muss der Arbeitgeber nichts bezahlen. Bleibt der Arbeitnehmer weiter krank, beginnt nach Ablauf der vier Wochen der ganz normale Turnus der Entgeltfortzahlung von 42 Tagen. Aber: Auch vorher muss der Mitarbeiter keine Sorge haben. Denn, der Kranke geht nicht leer aus. In den ersten vier Wochen muss er einen Antrag bei der jeweiligen Krankenversicherung stellen. Das Formular muss vom krank schreibenden Arzt ausgefüllt werden. Danach bekommt man für die arbeitsunfähige Zeit Krankengeld.

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