England Lebensversicherung Chancen Risiko

Englische Lebensversicherungen bringen in der Regel eine höhere Rendite als deutsche LV s, doch die höheren Chancen auf Rendite birgt auch höhere Risiken bei in England ansässigen Versicherer.

Anzeige / Inserat

Wer schon einmal von englischen Lebensversicherungen gehört hat weiß auch dass diese mit wesentlich höheren Renditen werben als deutsche Lebensversicherungen. Höhere Renditen sind oft durchaus richtig aber die höheren Chancen auf Rendite bergen in England auch einige Risiken.

Kein Garantieziens

Englische Lebensversicherungsgesellschaften sind schon seit über 200 Jahren in England tätig und auch in Deutschland sind es nun schon über 10 Jahre in denen englische Lebensversicherungen angeboten werden. Auf einen Garantiezins wie in Deutschland muss man bei der Lebensversicherung aus England verzichten aber dieser beträgt inzwischen in Deutschland auch gerade mal 2,25 Prozent.

Über Vermittler

Die beiden englischen Versicherer Clerical Medical und die wohl bekanntere Standard Life vertreiben ihre Produkte nicht direkt und in der Regel nur über Vermittler. Die Zielgruppe dabei sind Menschen mit höherem Einkommen wobei auch andere die Produkte abschließen können da es meist bei 50 Euro monatlicher Beitrag anfängt. Die Gründe warum in England beheimatete Versicherer mit ihren Lebensversicherungen einen meist besseren Ertrag machen als deutsche Lebensversicherungen ist recht einfach erklärt. Die Lebensversicherer in England können eine höhere Aktienquote investieren als die deutschen, da diese durch die Garantieverzinsung die Verpflichtung haben höchstens 35 Prozent in Aktien zu investieren und diese Quote wird oft deutlich unterschritten.

Investition in Aktien

Bei den englischen Lebensversicherungen sind es dagegen schon mal über 50 Prozent die in Aktien investiert sind. Dadurch wird auch keine Garantieverzinsung gewährt sondern nur einmal im Jahr wird der dann gültige Garantiezins festgelegt und dies hängt eindeutig mit der Entwicklung der Kapitalmärkte zusammen. Die Garantien werden aber bewusst niedrig gehalten um Spielräume bei den Investments zu haben. Die Risiken liegen bei der Anlage in englische Lebensversicherungen, wenn der Versicherer mal in finanziellen Schwierigkeiten gerät, denn nur wer seinen Lebensversicherungsvertrag in England abgeschlossen hat ist dabei über einen Fonds geschützt. Die deutschen Lebensversicherer sind dagegen über die Auffanggesellschaft Protektor geschützt. Dies hat inzwischen auch Standard Life erkannt und wer dort eine Lebensversicherung abschließt ist über den Fonds ebenso geschützt auch wenn der Vertrag in Deutschland abgeschlossen wurde.


Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...