Urteil – Elternzeit Übertragung möglich

Kündigt sich während der Elternzeit ein weiteres Kind an ist eine Übertragung der Restzeiten möglich.

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Bisher musste die berufliche Planung umgeschmissen werden wenn während der Elternzeit sich ein weiteres Kind angekündigt hat. Nun hat ein Urteil des Bundesarbeitsgerichtes die Rechte von Eltern in der Elternzeit gestärkt. Sollte während der Inanspruchnahme der Elternzeit sich noch ein Kind ankündigen können die Restzeiten auch später genommen werden.

Urteil Bundesarbeitsgericht

Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat auch klar gemacht dass dies auch dann so ist wenn dem Arbeitgeber gegenüber gesagt wurde dass man die 3 Jahre am Stück nimmt. Das Bundesarbeitsgericht hat so den Eltern mehr Freiraum gegeben, denn die Restzeiten bleiben erhalten und die Eltern können dann beispielsweise die Elternzeit komplett für das 2. Kind nehmen und danach dann die Restzeit der ersten Elternzeit.


Klage einer Frau

Eine Frau hatte erfolgreich geklagt, die für ihre Tochter die erste Elternzeit von September 2004 bis zum Juli 2007 in Anspruch nehmen wollte aber im Juli 2006 kam ihr Sohn zur Welt. Sie schrieb an ihren Arbeitgeber dass sie für dieses Kind Elternzeit in Anspruch nimmt von September 2006 bis Juli 2009. Die laufende Elternzeit für die Tochter sollte deshalb vorzeitig beendet werden und an die Elternzeit für den Sohn drangehängt werden. In diesem Fall hatte der Arbeitgeber keine betrieblichen Gründe gegen diesen Vorschlag genannt, was Voraussetzung gewesen wäre, denn der Arbeitgeber kann dies nur aus dringend betrieblichen Gründen ablehnen aber nur innerhalb von 4 Wochen.

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