Kindesunterhalt während des Studiums

Grundschule, Gymnasium, Studium – so soll die Schulkarriere des Nachwuchses aussehen. Aber die Ausbildung kostet Geld. Wer soll das bezahlen? In der Regel die Eltern. Das müssen Sie zum Kindesunterhalt für das studierende Kind wissen.

Anzeige / Inserat

Je geradliniger der Schulweg der lieben Kleinen, desto besser. Gute Noten in Grundschule und Gymnasium führen direkt zum Abitur. Die Folge: Der Nachwuchs studiert. Das freut die Eltern und belastet den Geldbeutel oft gleichermaßen. Möchte man doch Tochter und/oder Sohn eine möglichst sorgenfreie Studienzeit ermöglichen. Aber was muss man eigentlich bezahlen? Worum sollten sich die Auszubildenden selbst kümmern? Und wer bekommt BAföG?

Zeitlich eingegrenzt

Aus der Zahlungspflicht kommen die Eltern nicht raus. Je nach Einkommen müssen sie ihre Kinder bis zum Abschluss einer Berufsausbildung finanziell unterstützen. Als Anhalt für die Höhe des Elternunterhalts wird meist die Düsseldorfer Tabelle zu Rate gezogen. Ein Student hat bis zu 25 Jahren und einer Schonfrist von weiteren drei Monaten Anspruch auf Unterstützung. Mit dieser zeitlichen Begrenzung sollen Eltern vor trödelnden Studenten geschützt werden. Außerdem sind die Eltern lediglich verpflichtet, eine Ausbildung zu finanzieren. Jeder weitere Berufswunsch muss rechtlich vom jungen Erwachsenen selbst erarbeitet werden. Hängt allerdings eine Ausbildung zeitlich und sachlich eng zusammen, sprechen sich Gerichte häufig zugunsten des Auszubildenden aus (z. B. Krankenschwester – Medizinstudium). Eine weitere Ausnahme wird bei einer nachweislich besonderen Begabung gemacht.

Wenn sonst nichts geht: BAföG

Aber was braucht ein Student eigentlich? Derzeit rechnet man mit einem Bedarf von ca. 640 Euro für einen Studierenden. Dazu kommen noch Krankenversicherung und Studiengebühren. Können Eltern diesen finanziellen Aufwand nicht leisten, springt der Staat in die Bresche. BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) ist das Stichwort. Anspruch auf BAföG haben Studierende bis 30 Jahren. Eignungsnachweise (z. B. Prüfungen) werden gefordert und nach der Regelstudienzeit ist Schluss mit dem Geldfluss. Außerdem muss diese Ausbildungsförderung zurückgezahlt werden. Weitere Informationen zur Finanzierung eines Studiums kann man im Ratgeber „Clever studieren – mit der richtigen Finanzierung“ der Verbraucherzentralen nachlesen. Zu bestellen gibt es den bei: Verbraucherzentrale, Zentralversand, Adersstr. 78, 40215 Düsseldorf oder per Email publikationen@vz-nrw.de

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...