Eingeschränkte Versicherungsleistung bei Unfall mit Navi

Wer einen Autounfall baut und die Nutzung eines Navis nachgewiesen werden kann, muss mit einer eingeschränkten Leistung der KFZ-Haftpflichtversicherung rechnen. Navigationsgeräte beliebt In unseren technisierten Zeiten erfreuen sich Navigationsgeräte großer Beliebtheit. Wer zückt denn heute noch den Stift, um sich eine Anfahrtsskizze zu machen, wenn man einfach kurz die Zieladresse in den kleinen portablen oder […]

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Wer einen Autounfall baut und die Nutzung eines Navis nachgewiesen werden kann, muss mit einer eingeschränkten Leistung der KFZ-Haftpflichtversicherung rechnen.

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Navigationsgeräte beliebt

In unseren technisierten Zeiten erfreuen sich Navigationsgeräte großer Beliebtheit. Wer zückt denn heute noch den Stift, um sich eine Anfahrtsskizze zu machen, wenn man einfach kurz die Zieladresse in den kleinen portablen oder ins Fahrzeug integrierten Computer eingeben kann. Was viele aber nicht wissen ist, dass im Falle eines Unfalls der Blick aufs Navi bares Geld kosten kann.

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Hände weg während der Fahrt

Die modernen kleinen Bordcomputer weisen uns schon beim Start der Software darauf hin: Hände weg vom Gerät während der Fahrt. Die Eingabe der Zielanschrift muss vor dem Start des Motors abgeschlossen sein. Wer mit mehr und leider oft auch weniger flinken Fingern in die Touchscreen-Tasten haut, hat ein echtes Problem im Unfallfall. Denn hier verstehen Polizei, Versicherung und Unfallgegner meistens gar keinen Spaß. Das weiß aber eigentlich auch jeder.
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Der Blick auf’s Navi reicht schon

Das Landesgericht Osnabrück (Az.: 1 O 785/13) hat kürzlich in einem Urteil erklärt: Ein kurzes Nachschauen auf dem Navi – im Rahmen der vorgesehenen Nutzung ist erlaubt.
Allerdings kann der Blick auf das Navigationsgerät ausreichen, um als Unfallverursacher zumindest auf einem Teil der Kosten sitzenzubleiben. Zwar darf die Kasko-Versicherung nicht die komplette Zahlung verweigern, wohl aber einen Teil. Denn – und so die aktuelle Rechtsprechung – je nach Verkehrslage kann ein Blick eben doch ausreichen, um nicht mehr voll bei der Sache respektive dem Straßenverkehr zu sein. Das gilt allerdings nur dann, wenn die Situation auf der Straße die Rückversicherung auf dem Navigationsgerät, ob man richtig fährt nicht zulässt. Ein langer, tiefer Blick oder gar das Bedienen des Computers kann dagegen durchaus den Tatbestand der groben Fahrlässigkeit erfüllen.

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