Ehegatten Arbeitsvertrag

Definition:  Ein Ehegatten Arbeitsvertrag wird geschlossen, wenn Ehepartner im eigenen Betrieb eingestellt werden.

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Wenn ein Ehepartner selbstständig arbeitet bzw. ein Unternehmen führt, kann er natürlich seinen Ehegatten als Mitarbeiter in seinem Betrieb einstellen (z. B. die Ehefrau als Buchhalterin). Dabei schließt man dann einen Ehegatten Arbeitsvertrag. Dieser unterscheidet sich grundsätzlich durch nichts von einem üblichen Arbeitsvertrag.
Interessant ist dies für GMbH Geschäftsführer und deren Ehefrau in Zusammenhang mit einer betrieblichen Altersversorgung bzw. Direktversicherung.

Gleiche Regeln für alle

Auch der Ehegatten Arbeitsvertrag muss sich an alle gesetzlichen Regelungen halten. So muss z. B. ein regelmäßiges Gehalt ausgezahlt und auf ein Bankkonto überwiesen werden, alle Sozialabgaben müssen bezahlt werden. Arbeitszeiten, Urlaubsregelungen und Kündigungsfristen sind ebenfalls die gleichen eines “normalen” Arbeitnehmers.

Schriftlich festhalten

Ein Ehegatten Arbeitsvertrag muss nicht, sollte aber schriftlich abgeschlossen werden. So kommt man nicht in Beweisschwierigkeiten, wenn es zu einer Überprüfung z. B. durch das Finanzamt kommt. Gemäß der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs wird ein Arbeitsverhältnis zwischen Ehegatten selbst dann auch anerkannt, wenn der Lohn niedrig ist; außer der Arbeitslohn ist so niedrig, dass er nicht mehr als Gegenleistung für eine begrenzte berufliche Tätigkeit des Arbeitnehmer Ehegatten angesehen werden kann.

Direktversicherung über den Ehegatten-Arbeitsvertrag


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