Direktversicherung – Arbeitgeber haften für die Rente

Bei der Direktversicherung ist der Arbeitgeber Versicherungsnehmer und haftet deshalb auch für die Rente des Arbeitnehmers in gewisser Weise.

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Arbeitgeber müssen ja ihren Arbeitnehmern einen Zugang zur betrieblichen Altersversorgung ermöglichen, allerdings sollten sie zumindest Bescheid darüber wissen, was passieren kann wenn gleich zu Anfang hohe Kosten den betriebsrentenvertrag belasten.

Direktversicherung abgeschlossen

Ein Arbeitgeber hat mit einem Arbeitnehmer Ende des Jahres 2004 eine Entgeltumwandlung vereinbart, die häufigste Entgeltumwandlung ist die Direktversicherung, die auch in diesem Fall abgeschlossen wurde. Der Arbeitnehmer hat 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in eine Direktversicherung einbezahlt und dafür auf Lohn verzichtet. Bei einer Direktversicherung ist der Arbeitnehmer versicherte Person und der Arbeitgeber ist der Versicherungsnehmer. Der Vorteil bei der Direktversicherung ist, dass der Beitrag direkt vom Bruttolohn abgeht und so der Arbeitnehmer keine Steuern und Sozialversicherungen bezahlen muss.

Auflösung des Arbeitsverhältnisses

Fast 3 Jahre später haben Arbeitnehmer und Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis aufgelöst, bis zu dieser Zeit sind in die Direktversicherung 7004,– Euro an Beiträgen geflossen. Laut der Versicherung hat war das Deckungskapital allerdings nur bei 4711,47 Euro. Das verärgerte den ehemaligen Arbeitnehmer und er verklagte deshalb seinen ehemaligen Arbeitgeber ihm die Differenz zu den 7004 Euro zu erstatten. Interessant dann das Urteil des BAG, denn die urteilten dass die Firma dem ehemaligen Arbeitnehmer zwar kein Bargeld schulde aber die volle Rente. Es spricht wohl einiges dafür dass der Kläger Anspruch auf eine höhere Rente hat. Da aber der Kläger nur seinen eingezahlten Beiträge zurückforderte und die Rente überhaupt nicht Gegenstand des Verfahrens war, hat das Gericht die Klage zurückgewiesen aber deutlich gemacht dass der Arbeitgeber für die Rente hafte.

Die Arbeitgeber sollten sich auf alle Fälle informieren und bei den angebotenen Tarifen darauf achten dass die Vertriebskosten über mehrere Jahre verteilt werden, denn wenn diese in dem oben beschriebenen Fall auf 10 Jahre verteil geworden wären, hätte sich nicht diese Differenz ergeben.

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