Die sollten Sie kennen: Die Basis- oder Rürup-Rente

Altersarmut, dieses Schlagwort macht Angst. Wer im Alter nicht darben will, muss heute sparen. Um Anreize hierfür zu geben, hat die Regierung das Gesetz der Basisrente eingeführt. Leider ist die auch Rürup-Rente denannte Förderung auch nach fünf Jahren noch immer nicht so bekannt, wie sie sein sollte.

Vor fünf Jahren war es soweit. Die Basisrente wurde im Rahmen des Rentenversicherungsvertrags in den Markt eingeführt. Die Zielgruppe für diese spezielle Form der Altersvorsorge sind vor allem Selbstständige, die eine mehr oder weniger hohe Steuerbelastung haben. Sie können nämlich nicht riestern und auch eine betriebliche Altersvorsorge kommt ihnen nicht zu Gute. Dafür können sie rüruppen und dabei sogar noch aus verschiedenen Tarifen wählen, wie z. B. der konventionellen Rentenversicherung, der fondsgebundenen Rentenversicherung oder als Fondssparplan.

Lebenslange Rentenzahlungen
Es handelt sich um eine kapitalgedeckte Basisrente, die staatlich gefördert wird. Der Beitragszahler hat zwar nicht die Möglichkeit zu Rentenbeginn eine Einmalauszahlung in Anspruch zu nehmen; er erhält aber im Alter lebenslange Rentenzahlungen, die monatlich ausbezahlt werden. Bezuschusst wird die Rürupp- oder Basisrente übrigens ausschließlich über Steuervorteile bzw. den so genannten Sonderausgabenabzug. Die Rürupp-Beiträge können also bis zu 20.000 Euro (bei verheirateten Paaren bis 40.000 Euro) bei der Steuer geltend gemacht werden. Im Laufe der Jahre erhöhen sich die anfangs 60 Prozent auf bis zu 100 Prozent steuerlich ansetzbare Punkte.

Es gibt auch Nachteile

Aber neben den Vorteilen, die die Rürupprente bietet, gibt es natürlich auch Nachteile dieser Altersvorsorge. Das sind z. B.
1.) Die Rentenzahlungen aus der Basisrente müssen versteuert werden (abhängig vom Rentenbeginnjahr).
2.) Die Basisrente kann nicht beliehen oder verpfändet werden.
3.) Man kann sie nicht verschenken oder übertragen.
4.) Je nach Anbieter, verfällt das eingezahlte Kapital im Todesfall.

Dennoch sollte man als Selbstständiger diese Altersvorsorgeform kennen. Denn eine andere Förderung, die staatliche gefördert wird, gibt es für ihn nicht.