Die Krankenkasse nach den eigenen Bedürfnissen wählen

Ob die Gesundheitsreform tatsächlich mehr Transparenz geschaffen hat, mag dahingestellt sein. Für mehr Wettbewerb hat sie gesorgt, was es für die Versicherten nicht unbedingt einfacher macht.

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Seit 2009 gibt es einen einheitlichen allgemeinen Beitragssatz von 14,9 % bzw. 14,3 % ermäßigter Beitragssatz. Die Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung steigen ab dem 01.01.2011 auf 15,5 %. Wenn der Krankenkasse das Geld nicht reicht, kann es sich Geld vom Versicherten in Form von Zusatzbeiträgen holen, einkommensunabhängig und in beliebiger Höhe, ob Geringverdiener oder Arbeitsloser – bis maximal 2 % des Einkommens des Versicherten.

Beitragssatz spielt keine Rolle mehr

Der Beitragssatz spielt somit keine Rolle bei der Wahl der Kasse, aber wohl der Zusatzbeitrag. Einige Kassen haben schon angekündigt, Zusatzbeiträge zu erheben, während es Kassen gibt, die das für die nahe Zukunft ausschließen. Der gesetzlich Versicherte kann durch einen Wechsel zum einen Geld sparen, wenn die neue Kasse keine Zusatzbeiträge erhebt oder erhöht. Geld sparen kann er möglicherweise aber auch, wenn ein erweiterter Leistungskatalog angeboten wird, der über ein Mehr an gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen verfügt, auf die man Wert legt und die man in Anspruch nehmen möchte, oder es passende Wahltarife gibt.

Kriterium Service

Neben den Faktoren Geldsparen und Mehrleistungen, spielt der gute Service eine große Rolle. Schnelle Antragsabwicklung, freundliche und kompetente Mitarbeiter und Erreichbarkeit sind dabei wichtige Kriterien.

Die Entscheidung für eine Kasse ist nicht einfach

Aufgrund des vielfältigen Angebotes ist es nicht immer einfach, das beste und passende Angebot zu finden. Verschiedene „Tarifrechner“ im Internet können Krankenkassen nach eingegeben Kriterien vergleichen. „Stiftung Warentest“ hat in seinem „Produktfinder Gesetzliche Krankenkassen“ Leistungen und Serviceangebote von verschiedenen Kassen genauer betrachtet.

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