Die Kosten für HPV-Impfung trägt die Kasse

Jedes Jahr sterben in Deutschland viele Frauen an Gebärmutterhalskrebs, oft ausgelöst durch das Humane Papillom-Virus (HPV). Seit einiger Zeit gibt es einen Impfstoff, mit dem Vorbeugen möglich ist. Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Kosten.

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Der Name ist fast irreführend, den human im besten Sinne von menschlich ist das Humane Papillom-Virus beileibe nicht. Human ist hier wörtlich gemeint, da dieses Virus sich im Gesundheitsangriff auf den menschlichen Körper beschränkt. Das Warzenvirus kann Gebärmutterhalskrebs auslösen, der tödlich enden kann. Jedes Jahr wieder sterben viele Frauen an der Erkrankung. Seit einiger Zeit nun gibt es einen Impfstoff, mit dem man einer Ansteckung vorbeugen kann.

Nur in Ausnahmefällen besteht Krebs-Gefahr

Die Zahlen sind erschreckend. Sieben von zehn Frauen stecken sich im Laufe des Lebens mit den gemeinen und – für viele peinlichen – Warzenviren HPV an. Die Infektion mit dem Humanen Papillom Virus erfolgt in der Regel durch Sexualkontakt. Wird die Erkrankung chronisch, kann sie Gebärmutterhalskrebs auslösen. Das ist allerdings nur in Ausnahmefällen der Fall, meist dann, wenn sie nicht früh genug erkannt und behandelt wird. Deshalb ist die Einhaltung regelmäßiger Vorsorgetermine beim Frauenarzt auch so wichtig. Im Frühstadium ist auch die Krebserkrankung gut heilbar. Nun gibt es eine Impfung, die vor einer Ansteckung mit dem Virus schützen soll.

Weiterer Schutz ist trotzdem von Nöten

Wie jede andere Impfung ist auch dieser Pieks nicht unumstritten. So wirkt der Impfstoff nur bei einem Teil der 16 bekannt-gefährlichen Virenstämme, zum anderen sind Nebenwirkungen möglich. Und auch der psychische Effekt der Impfung, gilt bei Experten als kritisch. So könnten jugendliche Frauen nach der Impfung auf weiteren Schutz wie den Einsatz von Kondomen verzichten wollen, weil sie sich durch die Spritze ausreichend abgesichert fühlen. Dennoch empfiehlt der Gemeinsame Bundesausschluss der Ärzte und Krankenkassen die Impfung gegen das HP-Virus.

Kosten werden übernommen

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten hierfür bei Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren. Da ein vollständiger Impfschutz erst nach einigen Injektionen erreicht ist, kann sich die Behandlung aber auch bis ins 18. Lebensjahr erstrecken. Auch dann werden die Impfkosten übernommen. Den Ausschlag für die Übernahme ist hier nicht das Ende der Impfreihe, sondern immer die erste Impfdosis. Lag diese im 17. Lebensjahr ist die Krankenkasse in der Pflicht.

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