Diagnose überprüfen – neue Richtlinie für Krankenkassen

Die Krankenkassen sollen bis Mitte 2009 eine neue Richtlinie bekommen um bestimmte Diagnose besser überprüfen zu können.

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Es scheint wohl immer noch Krankenkassen zu geben, die Ärzten bis zu 10 Euro für eine Überprüfung der Diagnose eines Patienten bezahlen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat nun angekündigt dass eine neue Richtlinie die Krankenkassen davon abhalten soll, Mediziner dazu anhalten eine Diagnose zu überprüfen um eventuell durch eine neue Diagnose mehr Geld für den Patienten zu bekommen. Hintergrund ist der Gesundheitsfonds den es seit Jahresbeginn gibt. Aus diesem Fonds bekommen die Krankenkassen für einige bestimmte Krankheiten mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds als für andere Krankheiten.

Diagnose wichtig für die Geld Zuteilung

Die Welt hat in einem Artikel an einem Beispiel verdeutlicht was dass auch für den Patienten bedeuten kann. Die Kassen bekommen beispielsweise für einen Patienten mit der Diagnose Depression weniger Geld als für einen Patienten wo die Diagnose depressive Verstimmung ist. Der Grund ist recht banal, denn ein Patient mit Depression wird unter Umständen nur mit Tabletten behandelt während die depressive Verstimmung eventuell eine Psychotherapie benötigt.


Ermessen des Arztes

Die Krankenkassen bekommen für einen Patienten mit Depression zusätzlich 1000 Euro aus dem Fonds, bei einer depressiven Verstimmung sind es dann gleich 1900 Euro. Die Diagnose liegt natürlich im Ermessen des Arztes und der Patient müsste dann mit der Diagnose leben obwohl sie vielleicht so nicht 100 Prozent richtig ist. Laut dem KBV Chef Köhler gibt es schon circa 100 Fälle wo versucht wurde von der Kasse Einfluss zu nehmen. Eine neue Richtlinie soll ab dem Jahr 2010 nun das oben genannte zu verhindern. Mit dem Namen *Kodier-Richtlinie* sollen Regeln für die Ärzte vorgegeben werden, die dann anhand von Plausibilitäts-Richtlinien besser überprüfbar wären.

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