Deutschlands dicke Kinder

Deutschlands Kinder sind zu dick. Und das hat nicht nur gesundheitliche Folgen für die lieben Kleinen, sondern auch für die Gesellschaft und die Wirtschaft sind die Konsequenzen bedenklich.

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Erinnern Sie sich noch an die dicken Kinder von Landau? Damals war das ein Running Gag und wirklich lustig. Aber wie so oft wurde auch hier aus Spaß schnell Ernst und heute lacht niemand mehr. Am allerwenigsten die betroffenen, zu dicken Kinder. Wie dramatisch die Entwicklung der Fettleibigkeit in unserem Land ist, zeigt das Leitthema der 27. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG). „Adipositas in der ersten Lebenshälfte“, lautet es.

Chips und Cola zum Frühstück

Die Rede ist – und das sei gesagt – nicht von weiblichen Rundungen oder einer männlichen Figur. Nein, die Fachleute sprechen von Grundschulkindern, die von Adipositas betroffen sind, zumindest aber deutlich zu viele Kilos auf den kleinen Schultern tragen. Jeder sechste Schüler ist Schätzungen von Experten bereits betroffen – und es werden immer mehr. Das nimmt einen kaum Wunder, wenn man mal morgens in der Nähe einer Schule beim Bäcker stand. Da gehen Chips, Cola und Schokolade über den Tresen als wären die lieben Kleinen grade auf dem Weg zu einer großen Party und nicht etwa in die Mathestunde.

Mopsige Mäuse werden krank

Die Folgen für die mopsigen Mäuse sind dramatisch. Neben Hänseleien, die den Schülern die Schulzeit vergällen, drohen auch schwere zivilisatorische Erkrankungen. Die Gelenke machen schlapp, Altersdiabetes (auch erworbene Diabetes genannt) kommt schon bei 10jährigen vor, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Probleme und sogar Demenz treten dann im Laufe des Alters deutlich früher auf. Kein Wunder sind auch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen massiv. Schließlich müssen die Betroffenen im Krankheitsfall meist dauerhaft versorgt werden, sie fallen bei der Arbeit aus und sind generell nicht altersgerecht leistungsfähig. Die Lösung für die Figur-Probleme der Kleinen und Größeren ist simpel. Vernünftige, ausgewogene Ernährung, deren Fokus mehr auf frischem Obst und Gemüse liegt, denn auf fettiger Wurst und Süßigkeiten, zuckerfreie Getränke und Sport statt Limo und Computer, Bewegung statt Fernsehen – damit wäre allen Beteiligten geholfen. Den dicken Kindern, den Krankenversicherern, der Gesellschaft und der Wirtschaft.

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