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Demenzkranke – Auswahl Wohngemeinschaft

Sicherlich hat jede Wohngemeinschaft mit Demenzkranken ihre ganz eigenen Bedürfnisse und daher auch ihre ganz individuellen Abläufe, jedoch sollte man einige Dinge bei der Auswahl beachten.

Anstatt einer einer Einweisung in ein Alters- oder Pflegeheim, wenn ein Mensch an Demenz erkrankt, gibt es als Alternative eine Wohngemeinschaft.

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Die ideale Wohngemeinschaft

Ein erfahrungsgemäß guter Richtwert für eine Wohngemeinschaft für Demenzkranke ist eine Größe von acht bis zwölf Bewohner, die gemeinsam in einer großen Wohnung leben und jeder ein eigenes Zimmer haben, das mit den privaten Möbeln des Einzelnen ausgestattet ist. Das Badezimmer sollte barrierefrei und für maximal drei Bewohner vorgesehen sein. Die Gemeinschaftsausstattung sollte sich an der Größe der Gruppe orientieren und es sollte auf jeden Fall die Möglichkeit geben, dass alle Bewohner gemeinsam die Mahlzeiten zubereiten und essen können.

Natürlich ist es auch wichtig, dass die Pflege schwer kranken Menschen durchgeführt werden kann. So muss die Möglichkeit bestehen Pflegebetten in die Zimmer zu stellen und die Gemeinschaftsräume sollten entsprechend ausgestattet sein. Ebenso ist darauf zu achten, dass die Türen breit genug für Rollstühle sind, Handläufe in der ganzen Wohnung vorhanden sind und ein Notrufsystem installiert ist.

Jeder Mieter erhält einen eigenen Mietvertrag

Der Pflegedienst ist nicht gleichzeitig der Betreiber der Wohngemeinschaft, sondern jeder Mieter schließt mit dem Vermieter einen Einzelmietvertrag ab. Somit können die Mieter, bzw. deren Angehörigen in Vertretung, alle Anschaffungen und auch die künftigen Mitmieter mitbestimmen. Der Pflegedienst für die Betreuung im Rahmen der Vereinbarung mit der Wohngemeinschaft durch.


Individuelle Lebensführung möglich

In Pflegeheimen ist die Tagesstruktur sehr straff organisiert, während in einer Wohngemeinschaft jeder individuell seinen Tag gestalten kann. Es gibt keine festen Essenszeiten, diese werden gemeinsam beschlossen. Jeder kann zu Bett gehen, wann er möchte und seine Aktivitäten selbst bestimmen.

Durch die Möglichkeit der individuellen Betreuung und der gegenseitigen Unterstützung der einzelnen Bewohner können häufig im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung starke Medikamente vermieden werden. Voraussetzung ist jedoch die konstruktive Zusammenarbeit des Pflegedienstes mit den Angehörigen und eine Kontinuität in der Bezugsbetreuung.

Für Angehörige eine Lösung ohne Gewissensbisse

Die Einweisung in ein Pflegeheim stellt sich für viele Angehörige wie ein Abschieben des alten Menschen dar. Durch die Betreuung in einer Wohngemeinschaft kann man für die Erkrankten ein Stück weit das eigene Leben erhalten und kann sich trotzdem sicher sein, dass eine fachliche Betreuung gewährleistet ist. Auch hilft der Austausch mit den fachlichen Pflegekräften die Krankheit des geliebten Menschen auch für die Angehörigen besser zu ertragen.

Rund um die Pflege

Kommentare lesen .

  1. [1] 13.11.2009, Wohngemeinschaften für an Demenz Erkrankte
  2.  
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