Das Smartphone am Motorradlenker gefährdet Versicherungsschutz

Kurz mal aufs Handy schauen beim Motorradfahren gefährdet den Versicherungsschutz.

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Als große Gefahr betrachtet fast jeder dritte Motorradfahrer das Smartphone am Lenker und außerdem gefährdet es den Versicherungsschutz in der Motorradversicherung.

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Das Handy im Straßenverkehr

Dass das Handy oder Smartphone nicht ans Ohr gehört, wenn man Auto fährt, weiß heute jeder. Das Risiko in einen Unfall verwickelt zu werden oder gar einen zu verursachen ist hoch. Wie absurd ist es aber, wenn man sich vorstellt, das Motorradfahrer während der Fahrt ein Smartphone benutzen könnten – selbst wenn das am Lenker befestigt ist. Dass das Nutzen eines Smartphones im Verkehr ein hohes Sicherheitsrisiko darstellt, bestätigt nun einmal mehr eine aktuelle, repräsentative Studie des Kfz-Direktversicherers DA Direkt. Hier wurden 1.000 Motorradfahrer zwischen dem 11.04. und dem 13.04.2016 nach Risiken beim Fahren befragt (Bilendi GmbH).

Das Smartphone als Risikoquelle

29 Prozent der Teilnehmenden nannten das Smartphone dabei als Risikoquelle. Noch stärker als das Mobiltelefon schätzen die Teilnehmer jedoch die Fehler anderer ein. Wichtige Risiken sind aus Sicht der Fahrer das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer (73 Prozent), schlechte Straßen- (63 Prozent) und Sichtverhältnisse (61 Prozent) sowie Wildtiere (57 Prozent). Als weitere Gefahrenquelle sieht rund die Hälfte der Befragten Sichtbehinderungen am eigenen Visier, etwas weniger nennen Autos (42 Prozent), landwirtschaftliche Fahrzeuge wie Traktoren (42 Prozent) und größere Fahrzeuge wie LKWs (40 Prozent) als gefährliche Faktoren. Erst auf Platz sechs der Risiken räumt jeder zweite Studienteilnehmer ein, dass ihre eigenen Fahrfehler, wie das Nichteinhalten des vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes, ebenso ein Risiko darstellt. Das deckt sich mit offiziellen Statistiken des ADAC, nach denen 49 Prozent der Motorrad-Unfälle von den Fahrern selbst verursacht oder mitverschuldet werden.

Motorradfahrer gut informiert über Risiken

„Wir finden es gut, dass deutsche Motorradfahrer die Risiken gut kennen und darauf achten. Die Mehrheit von ihnen legt viel Wert auf das Thema Sicherheit“, kommentiert Norbert Wulff, Vorstand des Kfz-Direktversicherers DA Direkt. „Wer jetzt noch die eigenen Risiken berücksichtigt, ist auf dem richtigen Weg. Ob Smartphone als Ablenkung, die eigene, nicht angepasste Geschwindigkeit oder Überholmanöver – hier können Motorradfahrer selbst etwas für ihren Schutz tun und diese Risiken gar nicht erst entstehen lassen. Das kommt allen Verkehrsteilnehmer zugute, denn Sicherheit sollte immer das A und O sein.“ Übrigens: Wer im Straßenverkehr fahrlässig handelt, zum Beispiel durch das Telefon am Ohr, kann im Unfallfall von der KFZ-Versicherung mit in die Verantwortung gezogen werden. Und dann wird so ein kurzer Blick aufs Handy auch noch richtig teuer.

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