Chronische Krankheit ist teuer

Bei immer mehr Menschen in Deutschland stellt der Arzt eine chronische Krankheit fest; und stellt damit das Leben der Betroffenen völlig auf den Kopf. Dabei wissen viele gar nicht, was es bedeutet chronisch krank zu sein, denn eine chronische Krankheit ist teuer.

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Mit der gesellschaftlichen und vor allem medizinischen Entwicklung haben sich auch die gesundheitlichen Geiseln der Menschheit verändert. So starben im 19. Jahrhundert noch 80 Prozent der Menschen an Infektionskrankheiten (ansteckende Krankheiten) wie z. B. Pest, Pocken oder Cholera. Dank der Forschung sind diese Erkrankungen für uns kaum mehr ein Thema. Heute sind es andere Übel, die die Mediziner herausfordern; so genannte Zivilisationskrankheiten wie z. B. Asthma, Diabetes oder auch Arteriosklerose.

Krankheit kostet Geld

Bei vielen dieser Erkrankungen sprechen die Ärzte von einer „Chronifizierung“ und meinen damit, dass die Krankheit nicht mehr ausheilt oder die Ursache nicht behandelt und damit beseitigt werden kann. Neben der gesundheitlichen Sorge, die aus dieser Diagnose für den Patienten entsteht, zieht eine chronische Erkrankung meist auch finanzielle Probleme nach sich. Denn ob Krankenhausaufenthalt, Fahrtkosten, Arzneimittel, Reha, oder andere Heil- und Hilfsmittel, all das kostet außer Zeit auch Geld. Trotz Krankenversicherung werden z. B. Zuzahlungen fällig, die die Geldbörse ganz schön belasten können. Das sehen Gesetzgeber und Krankenkassen auch und haben deshalb im Rahmen der Gesundheitsreform die so genannte Chronikerregelung eingeführt.

Sparen dank Chronikerregelung

Bei wem diese Regelung in Kraft tritt, ist genau festgelegt. Als schwerwiegend chronisch krank gilt demnach der, der mindestens seit einem Jahr wegen derselben Krankheit in ärztlicher Behandlung ist, in Pflegestufe 2 oder 3 eingeordnet wurde oder zu wenigstens 60 Prozent als schwerbehindert gilt. Wird einer dieser Punkte vom Arzt, dem Versorgungsamt oder der Pflegekasse bescheinigt, so wird die Zuzahlung zu Gesundheitsleistungen von zwei Prozent des Familieneinkommens auf ein Prozent gesenkt.

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