Budget-Engpass bei Zahnbehandlungen

Wer geht schon gerne zum Zahnarzt? Versicherte verschiedener gesetzlich Versicherter brauchen sich darüber dieses Jahr wohl keine Gedanken mehr machen; sie können nicht mehr zum Dentalmediziner gehen. Es herrscht nämlich ein Budget-Engpass für Zahnbehandlungen.

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Bleiche Gesichter im Wartezimmer, es herrscht angstvolles Schweigen, keiner sieht den anderen an, dicke Backen und schmerzverzerrte Münder. Richtig geraten, wir blicken gedanklich in das Wartezimmer eines Zahnarztes. Hier kann man Angst fast riechen. Nichtsdestotrotz gehen wir alle regelmäßig zum Zahnmediziner, denn nur mit dem Stempel im Bonusheft nach ausgeführtem Kontrolltermin erhält man im Falle eines Falles auch Zuschüsse zum Zahnersatz.

Kein Geld für Füllungen

Wer sich seinen Stempel für dieses Jahr noch nicht abgeholt hat, geht wohl leider leer aus. Zumindest, wenn er Mitglied der AOK, der kleinen Knappschaft oder der IKK Wohnortkassen ist. Denn die haben kein Geld mehr für Zahnbehandlungen. Das Budget ist aufgebraucht. Vor allem für Maßnahmen, die zur Rettung eines Zahnes durchgeführt werden müssen, ist kein Geld mehr da. Das bedeutet für den Arzt, dass er umsonst arbeiten müsste; für den Patienten ist die daraus folgende Konsequenz, dass das Zähnchen leider bis zum nächsten Jahr warten muss. Ausnahmefälle sollten natürlich schmerzhafte Notfälle sein.

Beschweren hilft

Grund für den Engpass ist die Budgetierung von Zahnbehandlungen, die scheinbar wohl zu gering bemessen war. Und die es im Übrigen ohnehin nur noch bei Zahnärzten gibt. Patienten, die bei einer der Ersatzkassen wie DAK, Barmer oder der Techniker Krankenkasse versichert sind, scheinen von der Misere verschont zu bleiben. Aber auch AOK-Versicherte und andere Betroffene können wohl aufatmen und werden hoffentlich trotz Finanzmisere behandelt. Zumindest rät die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz Patienten, die keinen Termin mehr bekommen, sich an die Kassenärztliche Vereinigung zu wenden, da die Ärzte zur Behandlung gesetzlich verpflichtet sind. Wer Mitleid mit den Dr. Dents hat: Zahnärzte gehören eher nicht zu den Geringverdienern unseres Landes.


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