Branchenbucheintrag für Gewerbetreibende – Abzocke

Wer eine Firma neu eröffnet, bekommt nicht selten ein Angebot für einen Branchenbucheintrag der für Gewerbetreibende bestimmt wäre und im Kleingedruckten Geld kostet, meist ist es reine Abzocke.

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Wer sich selbständig macht bekommt es oft nicht nur einmal, das Angebot für Gewerbetreibende für einen Branchenbucheintrag. Diese Schreiben sehen hochoffiziell aus und das scheint auch bewusst so gemacht zu werden, denn neben der obligatorischen Frage ob die Daten so richtig sind, stehen dann noch irgendwo Kosten drauf, die heftig sind.

Schreiben in den Papierkorb – spart Geld

Mal sind es über 700 Euro, mal nur 500 und dann wieder fast 1000 Euro, wer die Schreiben schnell vernichtet macht nichts verkehrt aber alle anderen wo das dabei liegende Formular ausfüllen und unterschreiben und wegschicken, die bekommen kurz danach eine gepfefferte Rechnung. Bei der Gründung einer UG kamen in kurzen Abständen 4 verschiedene Firmen, die auf diese Weise versuchten zum Zug zu kommen.


Branchenbucheintrag ist Nepp

In der November 2009 Ausgabe hat sich nun auch Finanztest mit diesem Thema befasst und bezeichnet richtigerweise diese Branchenbucheinträge als Nepp mit nutzlosen Branchenverzeichnissen. Dabei beschreibt Finanztest einen konkreten Fall, in dem ein Mann solch ein Angebot bekommen hat und auch gesehen hat, dass für den Sondereintrag fast 1200 Euro verlangt wurden, natürlich nur im Kleingedruckten. Er hat diesen Passus dann durchgestrichen und das Formular unterzeichnet zurückgeschickt. Natürlich kam dann eine Rechnung, die nicht bezahlt wurde, danach ein Inkassodienst usw. Finanztest empfiehlt dann auch, dass Menschen die auf solche Firmen die Branchenbucheinträge anbieten reingefallen sind, den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anzufechten. Wenn schon etwas bezahlt wurde, wird weiter empfohlen einen Anwalt einzuschalten.

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