BNP Paribas schließt 3 ABS-Fonds

Die US Immobilienkrise erreicht immer mehr Europa. Die französische Großbank BNP Paribas hat 3 ABS-Fonds geschlossen, was für Unruhe auf den Aktienmärkte sorgte und auch den Dax über 2 Prozent ins Minus drückte.

Nachdem die französische Großbank BNP Paribas drei Fonds geschlossen hat, reagierten auch die Aktienmärkten mit kräftigen Abschlägen.
Am Nachmittag liegt der Dax mit über 2 Prozent im Minus.
Die BNP Paribas hat drei ABS-Fonds eingefroren, weil die Preise des ABS-Fonds nicht mehr fair berechnet werden kann. Anleger können damit weder Anteile kaufen oder verkaufen.
Die 3 ABS-Fonds im Wert von 1,6 Milliarden Euro haben in nichtmal 2 Wochen fast ein viertel ihres Wertes verloren. Mit der Schließung der Fonds soll wohl eine Flucht der Anleger verhindert werden.
Es dreht sich dabei um die ABS Fonds Parvest Dynamic ABS, BNP Paribas ABS Eonia und BNP Paribas ABS Euribor.

Die BNP Paribas teilte mit, dass sobald die Umsätze auf den Märkten wieder steigen, dass die Berechnung der Fonds wieder aufgenommen wird andernfalls werden die Anleger innerhalb eines Monats über die neuen Pläne informiert.
Hintergrund der Krise dieser Fonds steckt auch wieder die US Hypothekenmarktkrise.
Ebenso hat Sal Oppenheim einen Fonds geschlossen.
Auch die EZB hat heute reagiert und dem Geldmarkt 95 Milliarden Euro bereitgestellt um die starke Nachfrage nach Liquidität zu befriedigen.
Viele Banken haben Mittel aus dem geldkreislauf abgezogen, da es Unsicherheiten wegen der US Immobilienkrise gibt, was die allgemein verbreitete Unsicherheit über die ganze Auswirkung der Krise in Amerika aufzeigt.