Bitte um Rückruf als neue Werbemasche

Einige Finanzdienstleister haben einen Weg gefunden, die verbotene Werbung am Telefon zu umgehen. Mit der Bitte um Rückruf werden Anrufer in ein Werbegespräch verwickelt. Am besten geht man auf solche Angebote erst gar nicht ein.

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Handschriftliche Zettel im Briefkasten oder hinter den Scheibenwischer eines Autos geklemmt – das ist sie die neue Masche, um das Werbeverbot am Telefon für Endverbraucher zu umgehen. Auf dem Zettel steht eine Telefonnummer sowie die Bitte, diese doch anzurufen. Wer sich auf ein solches Telefonat einlässt, hat am anderen Ende der Leitung einen Finandienstleister, der über sein Portfolio referiert und dringend zu einer Beratung auffordert.

Kaltakquise am Telefon ist verboten

Kaltakquise – also Anrufe bei Nichtkunden – dürfen Unternehmen bei Endverbrauchern nicht durchführen. Außerdem darf die Rufnummer bei solchen Gesprächen nicht unterdrückt werden. Hat der Verbraucher seine Telefonnummer allerdings bei einem Anlass freiwillig angegeben, ist das mit einer Einwilligung gleichzusetzen, so dass ein Unternehmen anrufen darf. Zudem dürfen Unternehmen ihre Kunden zuhause anrufen, sofern eine Geschäftsbeziehung besteht, um sie zu betreuen. Nachfasswerbung ist wiederum verboten. Dies ist dann der Fall, wenn der Kunde einen Vertrag gekündigt hat und das Unternehmen dem Kunden nun telefonisch neue Angebote unterbreiten will.

Im Business-to Business-Bereich sieht es anders aus

Im geschäftlichen Verkehr zwischen Firmen gelten wiederum andere Regeln. Grundsätzlich sind in diesem Bereiche Werbeanrufe erlaubt, wenn sie in den Geschäftsbereich des jeweiligen Unternehmens fallen. Werbung via E-Mail ist im Vergleich zur Telefonie nicht ganz so streng reglementiert. Der Empfang einer elektronischen Botschaft wird als weniger störend eingestuft, da bei ihr im Gegensatz zum Telefonat, keine persönliche Reaktion eingefordert wird.

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