Billigangebote bei der PKV lohnen meist nicht auf Dauer

Sparen ist eine schöne Sache. Wer aber beim Eintritt in eine private Krankenversicherung auf Billigangebote reinfällt, hat meist nur anfangs günstige Tarife, die im Laufe weniger Jahre für die PKV schnell teuer werden.

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In Deutschland herrscht Krankenversicherungspflicht. Und das ist auch gut so. Denn wird man in unserem Land krank, hat man so immer die Möglichkeit, sich medizinisch behandeln zu lassen. Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede. Während der gesetzlich Versicherte meist nur ein Anrecht auf die Standardbehandlung hat und für Sonderwünsche zuzahlt, bekommt der privat Versicherte meist die Deluxe-Therapie. Die kostet aber natürlich auch Geld. Das muss man sich klar machen, wenn man sich zum Billigtarif privat versichern lässt.


Großverdiener haben kein Problem

Für die Großverdiener unter der Sonne ist die Krankenversicherung meist kein Thema. Denn für sie ist das Beste meist schlicht und ergreifend gut genug. Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung werden bezahlt. Dafür hat man Anrecht auf modernste Behandlungsmethoden, bekommt schneller Termine, erhält Chefarztbetreuung, Einzelzimmer und das bessere Essen im Krankenhaus. Wer das mit schmalem Geldbeutel auch möchte, stößt immer öfter auf Lockvogelangebote wie „1. Klasse-Patient ab 59 Euro monatlich“. Wer sich da gerade selbstständig gemacht hat und vor der Wahl steht, freiwillig gesetzlich versichert zu bleiben oder zur Privaten zu wechseln, ist dann schnell entscheidungsbereit.

Jungunternehmer sind schnell Verlierer

Gerade für Jung- und Kleinstunternehmer sind diese Angebote verlockend. Zahlt man doch in der gesetzlichen Versicherung deutlich mehr als 60 Euro – in der Regel liegt der Mindestbeitrage bei über 200 Euro monatlich –, wenn man da verbleiben möchte. Also schlägt man zu und wird für kleines Geld zum 1. Klasse-Patienten. Vorsicht ist da geboten. Denn, natürlich könnten die privaten Versicherer wohl kaum überleben, wenn sie alle Mitglieder dauerhaft zum Spottpreis versichern würden. Deshalb steigen in diesen Billigtarifen die Beiträge über kurz oder lang massiv. Eine Rückkehr in die gesetzliche Versicherung ist aber kaum oder nur schwer mehr möglich. Deshalb heißt es: Augen auf beim Versicherungsabschluss. Wer am Anfang richtig kalkuliert, steht am Ende nicht als 1. Klasse-Patient im finanziellen Albtraum.


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