Bezieher von Sozialleistungen dürfen 400-Euro-Job machen

Bezieher von Sozialleistungen, wie Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld II, Empfänger von Bafög und Berufsausbildungsbeihilfe dürfen zusätzlich zu den Sozialleistungen einen 400-Euro-Job machen, müssen aber teilweise mit Abzügen rechnen.

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Bezieher von Bafög oder Berufsausbildungsbeihilfe, oder auch Rentner und Arbeitslosengeld I – und Arbeitslosengeld II – Empfänger dürfen sich zu den Sozialleistungen Geld hinzuverdienen, müssen jedoch mit Abzügen rechnen.

Mini-Job im Allgemeinen abgabefrei

Mini-Jobber, die im Rahmen eines 400-Euro-Jobs arbeiten, müssen in der Regeln keinerlei Abgaben bezahlen. Erhält man jedoch Sozialleistungen vom Staat, so gibt es hier unterschiedliche Regelung je nach Bezug, ob von den Leistungen Geld entsprechend des Zusatzeinkommens gestrichen wird, oder nicht.

Abzüge bei Bezug von Arbeitslosengeld I

Wenn man Arbeitslosengeld I bezieht, so ist es trotzdem möglich nebenbei ein wenig Geld hinzu zu verdienen. Allerdings darf die Arbeitszeit 15 Wochenstunden nicht überschreiten und muss der Arbeitsagentur gemeldet werden. Bekommt man allerdings nach Abzug der Werbungskosten ein Nettoeinkommen von über 165 Euro monatlich, wird die Zahlung aus dem Arbeitslosengeld I verringert.

Abzüge bei Bezug von Arbeitslosengeld II

Bei Empfängern von Arbeitslosengeld II sind zusätzliche Einkünfte aus einem 400-Euro-Job von den Behörden durchaus erwünscht. Hierbei sind 100 Euro immer anrechnungsfrei und dürfen vom Bezieher behalten werden. Allerdings sinkt mit der Höhe der Einkünfte auch der Bezug der Leistung aus dem ALG II, so dass man bei einem 400-Euro-Job noch 160 Euro mehr in der Tasche hat.

Abzüge auch bei Bafög oder Berufsausbildungsbeihilfe?

Für Bezieher von Bafög oder Berufsausbildungsbeihilfe gibt es keine Regelung speziell für Minijobs. Grundsätzlich sind zusätzliche Einkünfte aus Arbeit in Höhe von bis zu 4.800 Euro brutto innerhalb des Bewilligungszeitraumes erlaubt, ohne dass die Sozialleistung gekürzt wird. Dabei ist es nicht relevant, ob jeden Monat ein bestimmter Betrag oder der gesamte Freibetrag innerhalb kurzer Zeit erarbeitet wird. Überschreiten die Einkünfte allerdings die 4.800 Euro – Grenze, so werden auch diese Leistungen gekürzt.

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