Betrug am EC-Automaten – Manipulationen verhindern

Manipulationen am Geldautomaten verursachen immer höhere Schäden. Allein durch das so genannte Skimming wurde im Jahr 2008 ein Schaden in Höhe von ca. 40 Millionen Euro verursacht. Hier lesen Sie, wie Sie sich vor dem Betrug am EC-Automaten schützen können.

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Skimming ist keine neue Trendsportart. Zumindest nicht für den ehrlichen Bankkunden. Eher schon für gemeine Betrüger, die auf das redlich verdiente Geld von uns Normalverdienern aus sind. Die Gauner bringen dazu einen dem normalen Bankkartenlesegerät ähnelnden Apparat über dem eigentlichen Kartenfach an. Der Kunde merkt davon nichts, denn die Mogelpackung hindert den EC-Automaten nicht an seiner Aufgabe. Man bekommt also das gewünschte Geld wie üblich ausbezahlt. Allerdings werden vorher die Daten der Bankkarte gelesen. Mitunter geschieht dieses missbräuchliche Kopieren der Angaben auch schon beim Eintreten in die Bank. Auch hier wird dann über dem Türöffner, durch den die EC-Karte gezogen werden muss, ein Aufsatz angebracht.

Ausspionieren durch Kameras

Um in den Besitz der passenden Geheimzahl, der Pin zu kommen, sind der Phantasie der Betrüger ebenfalls kaum Grenzen gesetzt. Neben Tastaturaufsätzen, die die eingegebene Zahl aufzeichnen, kommen auch Kameras zum Einsatz. Ganz zu schweigen von dem Plausch am Automaten, der den Blick freimacht auf das Tastenfeld beim Eingeben. Die so erhaltenen Daten werden dann meist im Ausland auf Magnetstreifenkarten kopiert und ermöglichen den Gaunern munter das Geldabheben. Die Banken selbst können ihre Kunden durch moderne Technik schützen. Magnetische Störfelder um den Kartenschlitz z. B. machen die Lesegeräte der Kriminellen untauglich. Einige Banken haben fälschungssichere – goldene –EMV-Chips eingeführt, die den Kunden zusätzlich schützen.

Was Sie tun können

Keinesfalls sollten Sie sich am EC-Automaten auf ein Gespräch einlassen. Alles hat Zeit, bis Sie Ihren Bankvorgang erledigt haben. Decken Sie das Tastaturfeld bei der Eingabe Ihrer Pin sorgfältig ab. Achten Sie auf Veränderungen an „Ihrem“ Geldautomaten. Ist Ihr Misstrauen geweckt, legen Sie ruhig Hand an. Ein betrügerischer Aufsatz kann sich durch leichtes Rütteln lösen. Wenn Sie den Verdacht haben ein „Skimming-Opfer“ zu sein, Ihre Bankkarte weg ist oder Sie Kontobewegungen entdecken, die nicht durch Sie selbst autorisiert sind, wenden Sie sich umgehend an Ihre Bank oder wählen Sie den bundesweiten Sperrnotruf 116116 und erstatten Sie Anzeige. Ist Ihre Karte erstmal gesperrt, kann kein Schaden mehr entstehen.

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