Besondere Regelung für Minijobs im Privathaushalt

Bei einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, kurz Minijob, zahlt der Arbeitnehmer keine Sozialversicherungsabgaben. Für Minijobs in Privathauhalten gelten für Sozialabgaben seitens des Arbeitgebers besondere Regeln.

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Beschäftigte, die einen Minijob haben, müssen keine Sozialversicherungsabgaben von ihrem Entgelt abführen und bekommen brutto für netto, sofern sie nicht auf Lohnsteuerkarte arbeiten. Eine Beschäftigung ist dann geringfügigen, wenn das Arbeitsentgelt die Einkommensgrenze von durchschnittlich 400 EUR im Monat nicht überschreitet. Der Arbeitgeber trägt für den Minijob die Pauschalbeträge für die Sozialversicherung und der Steuer, die er an die Minijob-Zentrale der Bundesknappschafft abführt, 15 % Rentenversicherung, 13 % Krankenversicherung und 2 % Pauschalsteuer einschließlich Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag. Eine spezielle Form einer geringfügigen Beschäftigung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer in einem Privathaushalt beschäftigt wird und Tätigkeiten ausführt, die sonst ein Familienmitglied erledigen würde. Das können sein: Einkaufen, Putzen, Gartenarbeit, Bügeln etc. Der Arbeitgeber zahlt für einen Minijobber, der in einem Haushalt beschäftigt ist, andere Pauschalbeträge.

Niedrigere Pauschalbeträge für Dienstleistungen im Privathaushalt

Der Arbeitgeber zahlt für die Kraft, die anfallende Tätigkeiten im Haushalt übernimmt, 5 % zur Rentenversicherung und 5 % zur Krankenversicherung, wenn der Beschäftigte gesetzlich versichert ist. Hinzu kommen 0,67 % Lohnfortzahlungsversicherung und eine einheitliche Pauschalsteuer von 2 %, wenn diese gewählt wurde. Für die gesetzliche Unfallversicherung fallen Beiträge in Höhe von 1,6 % des Entgeltes an.

Anmeldung erfolgt über die Minijob-Zentrale

Arbeitgeber müssen den Beschäftigten in einem Privathaushalt bei der Minijob-Zentrale anmelden. Mit einem vereinfachten Verfahren, Haushaltsscheckverfahren, erfolgt die Anmeldung und die Zahlungen der Pauschalbeträge. Per Lastschriftverfahren werden die fälligen Beiträge durch die Minijob-Zentrale eingezogen. Auch die Beträge zur gesetzlichen Unfallversicherung werden von der Minijob-Zentrale berechnet, eingezogen und weitergeleitet.

Die Beschäftigung bleibt auch dann versicherungsfrei, wenn es sich um eine kurzfristige Beschäftigung handelt.

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