Berücksichtigung Mieteinnahmen gesetzliche Krankenversicherung

Einkommen ist Einkommen. Denkt man und fragt sich: „Werden Mieteinnahmen bei der Berechnung der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung eigentlich berücksichtigt?“

Anzeige / Inserat

Das kennen vor allem Hausfrauen. Alle Jahre wieder klärt die gesetzliche Versicherung bei kostenlos familienversicherten Mitgliedern die Frage nach Mieteinnahmen. Plötzlich steht Mutti der Angstschweiß auf der Stirn, hat sie doch im Nachbarort die Einzimmer-Bude, die an die Freundin der Tochter des Bruders der Tante vermietet ist. Ganze 200 Euro warm blecht das junge Mädchen monatlich. Muss man das überhaupt angeben, und was ist dann mit der Krankenversicherung?

Keine Unmenschen bei den Kassen

Die gesetzlichen Krankenversicherungen sind hier keine Unmenschen. Auch wenn man manchmal den Eindruck haben sollte, dass die Kassen sich am Geldbeutel des kleinen Mannes schadlos halten. Ganz so ist es nicht. Im Falle eines pflichtversicherten, angestellten Arbeitnehmers, dessen Frau und Kinder über ihn kostenlos familienversichert ist, fallen kleinere Mieteinnahmen in der Regel nicht ins Gewicht. Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel. Verdient Mann nur einen Kleinstbetrag, die Frau hat aber immense Mieteinnahmen werden die Kassen wohl eine Einzelfallprüfung ansetzen. Ähnlich ist das auch bei selbstständigen, freiwillig gesetzlich Versicherten.

Ehrlich währt am längsten

Bei Rentnern liegt der Fall nochmal anders. Hier werden Mieteinnahmen meist in die Berechnungen zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung mit einbezogen. Aber, wie oben schon: Ausnahmen bestätigen die Regel. Wer sicher gehen will, sollte sich mit der jeweiligen Versicherungsgesellschaft absprechen. Und, wie immer lautet das Motto: Ehrlich währt am längsten. Wer Angaben verschweigt, kommt schlimmstenfalls so richtig in die versicherungstechnische Bredouille.

Beitragspflichtige Einnahmen

Zu der Beitragsberechnung für Selbstständige werden auch Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung herangezogen, ebenso Kapitalerträge wie Zinsen und Dividenden und auch Unterhaltungszahlungen. Allerdings nur maximal bis zur gültigen Beitragsbemessungsgrenze, alle Einnahmen die über dem aktuellen Wert liegen (2011 sind es 3712,50 Euro) sind für die Beitragsberechnung unwichtig.


Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...