Bericht des MDS zeigt: Versorgung in Pflegeheimen verbessert

Der neueste Bericht des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen lässt Pflegebedürftige aufatmen. Die Zustände in deutschen Altenpflegeheimen haben sich verbessert – zumindest teilweise.

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Wer alternde Familienangehörige hat, weiß, was es heißt diese zu betreuen. Mit den Jahren, wird was als Liebesdienst gemeint ist oft zur Belastung. Für die Pflegenden, aber auch für die Pflegebedürftigen ist die Situation schwierig; der Alltag kaum zu bewältigen. Was bleibt ist für viele die Aufnahme in einem Pflegeheim. Wer sich hier Sorgen um die Sicherheit und Versorgungsqualität der Verwandten macht, kann zumindest in einigen Bereichen entspannen. Denn der neueste Bericht des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen zeigt, dass sich die Zustände in Pflegeheimen im Vergleich zu früheren Berichten teilweise verbessert haben.

Hilfe, wenn die Oma abbaut

Oma Magdeburg hatte in letzter Zeit doch massiv abgebaut. Kein Wunder, war sie ja auch mit ihren 80 Jahren schon ein bisschen in die Jahre gekommen. An Alleine-Leben war nun leider nicht mehr zu denken. Die Familie entschied, sie in einem Heim in ihrer Heimatstadt unterzubringen. Schon vor einigen Jahren hatte die damals noch rüstige Rentnerin Kontakt zu einer Einrichtung aufgenommen und regelmäßig an Veranstaltungen teilgenommen. So war es tatsächlich kein Problem, für die nun doch sehr verwirrte Frau dort ein Zimmer zu bekommen. Die Tochter tat das mit gutem Gewissen, denn sie kannte das Pflegeheim und die Mitarbeiter bereits selbst. So viel Glück haben aber nicht alle Senioren. Wer dringend ein Heim braucht, muss meist nehmen, was er kriegt. Und dann ist die Unsicherheit groß, ob die Versorgung der geliebten Angehörigen auch wirklich dem entspricht, was man sich für ihn wünscht.

Genau angucken oder Probewohnen

Tatsächlich ist es so, dass die Qualität der Pflegeheime in den letzten Jahren verbessert wurde. Vor allem in den Bereichen Ernährung und Ernährungshilfe ist hier einiges passiert. Die meisten Heimbewohner befanden sich zum Zeitpunkt der Überprüfungen des medizinischen Dienstes in einem guten Ernährungszustand; Hilfestellung beim Essen und Trinken erhielten 80 Prozent der Betroffenen. Gefahren drohen den Pflegebedürftigen dagegen beim Liegen. Wer bettlägrig ist, muss regelmäßig umgelagert werden – ansonsten droht Dekubitus, die gefürchteten Druckgeschwüre. Weiterhin konnten die Prüfer Probleme bei der Medikamentenabgabe und –einnahme feststellen. Dennoch ist der Pflegezustand der Heimsenioren in Deutschland wohl als gut zu bezeichnen. Wer sicher gehen will, sollte sich das ausgesuchte Heim genau – am besten auch zu unterschiedlichen Zeiten – anschauen. Einige Einrichtungen bieten sogar ein Probewohnen an.

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