Verzicht auf das Beratungsprotokoll bei Abschluss einer Versicherung

Streitfälle über eine Versicherung enden oft vor Gericht und dabei kann das Beratungsprotokoll ein wichtiges Beweismittel sein. Das Beratungsprotokoll ist seit kurzem Pflicht, wobei der Kunde auch bei Abschluss einer Versicherung darauf verzichten kann, was nicht zu empfehlen ist.

Anzeige / Inserat

Seit dem 22. Mai 2007 mit der Einführung der Vermittlerrichtlinien ist bei Abschluss einer Versicherung ein Beratungsprotokoll gesetzlich geregelt. Der Verkäufer muss das Verkaufsgespräch genau dokumentieren und das Beratungsprotokoll vom Kunden unterschreiben lassen. Damit soll verhindert werden, dass der Versicherungsnehmer falsch beraten wird.

Kunden können schriftlich verzichten

Kunden können allerdings auf die Beratung schriftlich verzichten, was nicht zu empfehlen ist. Kommt es irgendwann zum Streit ist gerade das Beratungsprotokoll ein wichtiges Beweismittel für den Versicherungsnehmer. Dabei kann es zum Beispiel bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung um sehr hohe Summen gehen, deshalb ist es für beide Seiten wichtig, dass die Beratung schriftlich dokumentiert wurde und auch vom Kunden unterschrieben wird.

Mitteilungspflicht für den Vermittler

Außer dem Beratungsprotokoll muss der Vermittler den Kunden auch darauf hinweisen ob er nur für einen Versicherer arbeitet oder ob er Zugriff auf das günstigste Angebot im Markt zugreifen kann.
Die Verkäufer sind verpflichtet dem Kunden einen geeigneten Schutz anzubieten. Zudem müssen dem Kunden über alle Angebote Unterlagen ausgehändigt werden. Ebenso muss auf den Ombudsmann hingewiesen werden! Der Ombudsmann ist eine kostenlos arbeitende Schlichtungsstelle, wenn es Streitigkeiten mit einem Versicherungsunternehmen gibt. Der Ombudsmann überprüft die Entscheidung des Versicherungsunternehmens schnell, unbürokratisch und neutral.

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...