Beitragserhöhung 2013 für private Krankenversicherung

Update August 2012: Schon im August beginnen einige Krankenversicherer eine Beitragserhöhung für die private Krankenversicherung anzukündigen. Eine Beitragsanpassung werden die Central Krankenversicherung, die Gothaer, die Hallesche und die Süddeutsche Krankenversicherung vornehmen.

Inserat

Jedes Jahr verursachen die Beitragserhöhungen für die private Krankenversicherung eine Menge Ärger unter den Privatversicherten, teilweise sind die Beiträge im zweistelligen Prozentbereich gestiegen und das wird im Jahr 2013, wie nun schon einige angekündigt haben, nicht anders sein. Neben der Weiterentwicklung in der Medizin, den vielen Privatversicherten die ihre Beiträge nicht bezahlen, kommen zum Ende des Jahres die Unisex Tarife noch dazu.

Hallesche, Central, Gothaer und Süddeutsche Krankenversicherung

Verschiedene Medien berichten über Erhöhungen der Tarife für Männer von 12 Prozent bei der Halleschen Krankenversicherung. Bei den Frauen sollen die Beiträge dagegen auf dem gleichen Niveau bleiben oder sich sogar verringern.

Die Central Krankenversicherung plant eine Erhöhung der Beiträge um rund 9 Prozent, allerdings wird auch eine Erhöhung der Selbstbeteiligung geplant, die um bis zu 150 Euro höher ausfallen kann.

Nur um 2 bis 6 Prozent will die Gothaer ihre Tarife erhöhen, wobei ein Tarif für Männer um an die 29 Prozent teurer werden soll. Die Süddeutsche Krankenversicherung spricht nur von geringfügigen Beitragsanpassungen.

Die Ankündigung der Beitragserhöhungen dieser Gesellschaften bedeutet natürlich nicht dass die anderen ihre Tarife nicht anpassen, da muss sicherlich bis zum Jahresende gewartet werden, bevor man da Sicherheit hat.

Unisex Tarife Ende 2012

Die Unisex Tarife müssen zum Ende des Jahres 2012 eingeführt werden, so hat es der Europäische Gerichtshof entschieden. Das bedeutet für die private Krankenversicherung dass Frauen und Männer gleich behandelt werden müssen, es darf also keine geschlechtsspezifischen Verträge mehr geben.

Nichtzahler Tarif vor der Einführung

Rund 150.000 Privatversicherte haben einen Beitragsrückstand für ihre private Krankenversicherung.

Die Politik und auch der Verband arbeiten an einer Lösung für die Nichtzahler, denn im Endeffekt betrifft es alle Privatversicherten.

Durch die Nichtzahler fehlen den Gesellschaften rund 550 Millionen Euro und dieser Betrag wird umgelegt auf alle Privatversicherten und das bedeutet unweigerlich Beitragserhöhungen für das Jahr 2013.

Wobei man sagen muss, dass etliche Gesellschaften auch eine Mitschuld tragen, denn unter anderen haben die Central, DKV und Hansemerkur über Billigtarife versucht Neukunden zu gewinnen, bekommen haben diese Versicherer dann aber eher leistungsschwache Existenzgründer und Selbständige, die dann irgendwann nicht mehr in der Lage waren ihre Beiträge zu bezahlen.

Inzwischen haben zumindest die Central und die DKV die Billigtarife wieder vom Markt genommen.

Früher wurde die private Krankenversicherung gekündigt

Früher war das für die private Krankenversicherung kein Problem, denn wer seine Beiträge nicht bezahlen konnte, dem wurde gekündigt. Seit dem Jahr 2009 ist es nicht mehr möglich Nichtzahler aus der Krankenversicherung zu werfen. So ist nun der PKV Verband und die Politik gefordert, denn wer seine Beiträge immer bezahlt, darf nicht bestraft werden, wenn andere nicht bezahlen. Man denkt dabei an einen Tarif für die Nichtzahler, der bei lediglich 100 Euro monatlich liegt, dafür bekommen diese Menschen allerdings nicht mehr den vollen Schutz sondern nur die Kosten für Akut und Notfallbehandlungen. Doch solche Gesetzesänderungen sind nicht einfach und es könnte einige Zeit dauern bis da Lösungen beschlossen werden.

Was tun nach einer Beitragserhöhung?

Es gibt nach einer Beitragserhöhung in der privaten Krankenversicherung schon Möglichkeiten, doch es sind nicht viele. Wer schon lange bei seiner PKV versichert ist, verliert bei einem Wechsel seine Altersrückstellungen, deshalb sollte er sich diesen Schritt genau überlegen.

Er hat das Recht auf einen Tarifwechsel bei seiner privaten Krankenversicherung, bei einem passenden Tarif kann dabei Geld gespart werden.

Wer wechseln möchte, der sollte auf alle Fälle einen Tarifvergleich machen und auch eine Beratung in Anspruch nehmen, denn auch die Auswahl der Gesellschaft ist sehr wichtig.