Beitrag Krankenversicherung als Sonderausgabe anrechenbar

Seit 2010 sind Beiträge der Krankenversicherung als Sonderausgabe anrechenbar, wobei nur die Leistungen nach dem gesetzlichen Leistungskatalog berücksichtigt werden. Daher gibt es Unterschiede zwischen der Berechnung bei privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen.

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Die Beiträge für die Pflegeversicherung und die Krankenversicherung können ab 2010 von Berufstätigen in größerem Umfang steuerlich abgesetzt werden, denn das Finanzamt erkennt ab diesem Jahr fast alle Ausgaben für die medizinische Grundversorgung an. Es gibt allerdings eine Unterscheidung bei gesetzlichen und privat versicherten Berufstätigen.

Regelungen für gesetzlich Krankenversicherte

Grundsätzlich kann der Versicherte den Basisschutz für die Gesundheit als Sonderausgabe geltend machen, jedoch fällt zum Beispiel das Krankengeld nicht unter diese Regelung, da es als Extraleistung gewertet wird. Somit können Versicherte, ausgehend von einem Bruttogehalt ab 44.000 Euro, vom aktuellen Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung 3.483,90 Euro noch 3.344,54 Euro pro Jahr absetzen. Dies bedeutet zusammen mit der Pflegeversicherung, dass ein Arbeitnehmer mit Kindern insgesamt jährlich 3.775,00 Euro steuerlich geltend machen kann.

Ist der Versicherte kinderlos, so kann er sogar 3.885,00 Euro absetzen, was dadurch begründet wird, dass Kinderlose mehr Geld für die Pflegeversicherung ausgeben.

Wenn man privat krankenversichert ist

Da die Leistungen aus der privaten Kranken- und Pflegeversicherung in der Regel über den gesetzlichen Leistungskatalog hinausgehen, sieht die Situation hier etwas komplizierter aus. Die Extraleistungen müssen aus dem Beitrag heraus gerechnet werden, jedoch können Privatversicherte davon ausgehen, dass sie mindestens 80 Prozent der Krankenversicherungsbeiträge absetzen können. Hat der Versicherte einen Basistarif abgeschlossen, so ist dieser voll anrechenbar.

Bei niedrigeren Beitragszahlungen

Falls man weniger für Beitrag für seine Krankenversicherung zahlt, als tatsächlich anrechenbar wäre, so gibt es noch die Möglichkeit die Kosten für Haftpflichtversicherung, Arbeitslosenversicherung oder Unfallversicherungen sowie ähnliche Versicherungsarten anzurechnen.

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