Bei Hartz IV Bezug – nicht automatisch in der GKV

Wer selbstständig gearbeitet und privat krankenversichert war und plötzlich Hartz IV Empfänger wird, hat nicht automatisch das Recht Mitglied in einer GKV zu werden.

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Die Vorteile der privaten Krankenversicherungen sind allseits bekannt. Allerdings hat die Mitgliedschaft auch Nachteile. So müssen die Arzt- oder Krankenhausrechnungen meist zuerst aus eigener Tasche gezahlt werden, bis man dann die Rechnungen bei der Versicherung einreicht und die Kosten zurückerstattet bekommt. Ein anderer Nachteil ist, dass man kaum eine Möglichkeit hat, zurück in die gesetzlichen Krankenkassen zu kommen.


Am Ende steht Hartz IV

Das musste jetzt auch ein ehemals Selbstständiger erfahren. Leider liefen die Geschäfte für ihn nicht so, wie er sich das vorstellte. Das Ende vom Lied war die Insolvenz. Schon zwei Jahre vorher konnte er aber die Beiträge für seine private Versicherung nicht mehr bezahlen. Die Krankenversicherung kündigte wegen der Beitragsrückstände den Vertrag. Der Betroffene war also schon lange nicht mehr krankenversichert. Zum Überleben beantragte er Hartz IV, auch Arbeitslosengeld II genannt. Um seine Gesundheit abzusichern, wollte er nun auch wieder Mitglied in einer gesetzlichen Kasse werden.


Trotz Hilfe keine Anspruch auf GKV

Die gesetzliche Krankenversicherung lehnte den Antrag ab. Daraufhin klagte der Hartz IV-Empfänger. Aber auch das Gericht war der gleichen Ansicht, wie die Kasse. Wer von der Versicherungspflicht ausgeschlossen ist, hängt vom Status der letzten beruflichen Tätigkeit ab. Von daher ist es für einen vormals Selbstständigen und privat Krankenversicherten nicht möglich, allein wegen Hartz IV in die gesetzliche Kasse zu wechseln. Unabhängig davon, ob die private Versicherung schon längere Zeit beendet war.

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