Behinderung

Definition:  Behinderung: Wer geistig, körperlich oder seelisch dauerhaft von der Norm abweicht, gilt als behindert.

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Behinderte oder gehandicapte Menschen haben es in unserer Gesellschaft schwer. Das fängt bei der Bewältigung des privaten Alltags an und hört beim Berufsleben meist noch lange nicht auf. Wer einmal seinen Arm in Gips hatte oder anderweitig länger erkrankt war, kann das sicher nachvollziehen.

Dauer und Schwere Nun gilt rechtlich betrachtet nicht gleich jeder als behindert, der das eine oder andere kleine Wehwehchen hat, auch wenn es dem Einzelnen subjektiv vielleicht so erscheinen mag. Im Sozialgesetzbuch ist klar definiert, ab wann von einer Behinderung gesprochen werden kann. Und das ist dann der Fall, wenn der Betroffene für mindestens sechs Monate von der altersgemäßen Norm abweicht. Das kann psychisch (seelisch), physisch (körperlich), aber auch geistig der Fall sein. Auch die Definition der Schwere ist klar gegliedert. So spricht man z. B. erst dann von einer schweren Behinderung, wenn der Behinderungsgrad mehr als 50 Prozent ausmacht.

Versicherungspflicht Im Krankenversicherungswesen gelten für Behinderte bestimmte Bedingungen. So kann ein dauerhaft behindertes Kind beispielsweise ohne die übliche Alterbeschränkung in der gesetzlichen Familienversicherung verbleiben, wenn die Eltern bereits gesetzlich versichert waren. Ist ein behinderter Mensch erwerbsfähig, ist er genauso versicherungspflichtig wie ein Nicht-behinderter-Arbeitnehmer. Allerdings setzt diese erst ab einem Verdienst von 483 Euro ein. Liegt er unter dieser Verdienstgrenze werden die Versicherungsbeiträge vom Arbeitgeber getragen. Eine Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung ist für Behinderte meist ausgeschlossen, da sie für solche Versicherungsunternehmen ein zu hohes wirtschaftliches Risiko bergen.


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