Befreiung Zuzahlungspflicht – Belastungsgrenze überschritten

Ist die Belastungsgrenze bei Zuzahlungen für Behandlungen und Medikamenten überschritten, kann der Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung eine Befreiung von der Zuzahlung beantragen.

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Durch die Versicherungspflicht in einer Krankenkasse hat der Versicherte Zugriff und Anspruch auf eine ausreichende medizinische Grundversorgung .Da es sich aber um eine Grundversorgung handelt, muss der Versicherte Zuzahlungen leisten. Für Praxisgebühr, verschreibungspflichtige Medikamente, sofern sie nicht zuzahlungsfrei sind, Hilfsmittel, Krankenhaus und häusliche Krankenpflege, Rehabilitation, stationäre Vorsorge, Haushaltshilfe etc. muss man in die eigene Tasche greifen. Eine Befreiung von der Zuzahlung ist jedoch möglich, damit die Kosten für Versicherte und ihre Familienangehörigen, soweit sie familienversichert sind, im Rahmen bleiben.

Belastungsgrenzen

Die Zuzahlungen, die der Versicherte pro Jahr leistet, soll die persönliche Belastungsgrenze nicht überschreiten. Gibt der Versicherte mehr als 2 % seiner Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt, bei chronisch Kranken 1 %, für Zuzahlungen aus, kann er sich von der Zuzahlung befreien lassen. Die Einnahmen aller im Haushalt lebenden Personen werden hierzu zusammengerechnet, außer diese sind selbst versichert. Von den Einnahmen werden etwaige Freibeträge für Kinder und Ehegatten oder eingetragener Lebenspartner abgezogen, 2 % bzw. 1 % von diesen berechneten Einnahmen sind die Belastungsgrenze. Alle Zuzahlungen über diesen Anteil hinaus, muss der Versicherte nicht selbst tragen.

Antrag auf Zuzahlungsbefreiung bei der Krankenkasse stellen

Wer sich von weiteren Zuzahlungen befreien lassen möchte, weil die Belastungsgrenze überschritten wurde, muss einen Antrag bei der Kasse stellen. Dabei muss er Belege für sein Einkommen und die Quittungen für die Zuzahlungen und Eigenanteile vorlegen.

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