Bauunternehmer – Abschlagszahlung erst nach Leistung zulässig

Manche Bauunternehmer erwarten eine Abschlagszahlung noch vor Abschluss der ersten Teilleistung. Diese Forderung der Abschlagszahlung ist aber erst nach erbrachter Leistung zulässig und die eine andere bauvertragliche Regelung ist unseriös.

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Wenn man sich dazu entschließt eine eigene Immobilie zu bauen, so kostet dies viel Geld. Meist benötigt man dazu einen Bauunternehmer, der verschiedene Bauabschnitte übernimmt. Dieser darf vor Leistungserbringung keine Abschlagszahlung fordern.

Abschlagsforderung vor Baubeginn unseriös

Es gibt Bauunternehmer, die eine Abschlagszahlung erwarten, noch bevor sie die erste Leistung erbracht haben und dies auch vertraglich so festlegen wollen. Doch diese Art der Vertragsvereinbarung ist unseriös, denn der Bauherr selbst hat für die Abschlagszahlung ja noch keinerlei Gegenwert erhalten. Die erste Abschlagszahlung sollte geleistet werden, wenn auch der erste Bauabschnitt beendet ist.

Zahlungsplan sinnvoll

Im Bauvertrag selbst sollte ein Zahlungsplan enthalten sein, der sich an den geplanten und auch tatsächlich eingehaltenen Bauabschnitten orientiert. Ist der Baufortschritt nicht entsprechend der vertraglich festgelegten Fristen eingehalten, so muss der Bauherr hierfür auch noch nicht bezahlen. Bauunternehmen können zwar grundsätzlich Abschlagszahlungen verlangen, jedoch immer erst nach der abgeschlossenen Teilleistung. Denn geht die Baufirma pleite, sind die Überzahlungen für den Bauherren verloren.

Schlussrate vereinbaren

Um einen Sicherungsrückhalt für die Beseitigung eventueller Mängel oder anderer Beanstandungen durch den Bauherren zu erhalten, empfiehlt es sich eine Schlussrate von mindestens fünf Prozent auf den Gesamtvertrag im Bauvertrag festzulegen. Dies gewährt dem Bauherren die Sicherheit, dass noch genügend Geld für die Beseitigung vorhanden ist.

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