Baufinanzierung Kosten für Wertermittlung Schätzgebühren

So manche Bank verlangt bei der Baufinanzierung auch Kosten für die Wertermittlung der Immobilien obwohl solche Schätzgebühren nur der Bank dienen.

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Schon vor einigen Jahren hat der Bundesgerichtshof Az. XI ZR 197/00 ein Urteil gefällt, dass eine Bank nur dann Gebühren verlangen darf wenn dafür eine Dienstleistung erbracht wird. Bei der Baufinanzierung werden von der Bank oft Wertermittlungsgebühren oder Schätzgebühren verlangt, die schon einige hundert Euros kosten können. Diese Klausel steht in den Kreditverträgen im Kleingedruckten.

Kosten für Wertermittlung zurückfordern

Nach einem Urteil des Landgerichtes Stuttgart Az. 20 O 9/07 gegen die Wüstenrot sind solche Kosten unzulässig. Der Grund ist ganz einfach, denn die Bank machen die Wertermittlung aus ureigenem Interesse, denn dadurch können die Banken das Kreditrisiko besser einschätzen. Somit erbringt die Bank gegenüber dem Kunden der die Baufinanzierung macht, keine Dienstleistung. Kunden können das Geld welches Ihnen für solche Wertermittlungen berechnet wurden von der Bank zurückfordern. Allerdings ist man sich noch uneinig über die Verjährung, denn während einige meinen dass schon nach 3 Jahren die Sache verjährt während die Verbraucherschützer meinen, dass die Verjährung erst nach einem Grundsatzurteil des BGH beginnen kann.

LG Düsseldorf

Allerdings scheint dies viele Banken nicht abzuschrecken, denn solche Kosten werden fleißig weiter von den Kunden verlangt. Auch das Landgericht Düsseldorf hat eine Schätzkostenklausel von der Sparda Bank für unzulässig erklärt, wie im Urteil Az. 12 O 335/07 nachzulesen ist. Für beiden oben angeführte Verfahren hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gekämpft und gewonnen und es laufen noch weitere Abmahnungen oder Klagen gegen 30 Banken und Sparkassen und ein erster Erfolg hat sich schon eingestellt, denn 17 Institute haben sich verpflichtete die Klauseln nicht mehr zu verwenden.

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