Bank Rückvergütungen bei Verkauf Fondsanteile

Erhält eine Bank so genannte Rückvergütungen oder Kick-Backs, hat die Bank eine Informationspflicht gegenüber dem Anleger, wenn dieser konzerneigene Fondsanteile kauft.

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Eine Bank muss einen Anleger laut Bundesgerichtshof darüber informieren, inwieweit sie Rückvergütungen oder so genannte Kick-Backs von der Fondsgesellschaft bekommen. Im Interesse des Anlegers hat eine Bank, nach dem Wertpapierhandelsgesetz, Interessenkonflikte zu vermeiden, die zu Lasten des Anlegers gehen könnten.

BGH Begründung

Nach der BGH Begründung muss deshalb ein Wertpapierdienstleister dies auch gegenüber dem Anleger offenlegen. Wenn eine Bank dem Anleger konzerneigene Fonds empfiehlt und bei Abschluss des Kaufes von der Fondsgesellschaft eine Rückvergütung erhält, entsteht ein Widerspruch und wird dies nicht vermieden muss die Bank zumindest den Anleger über die Höhe der Rückvergütung aufklären. Der Bundesgerichtshof hat dies nur auf solch verdeckte Provisionen bezogen und nicht auf allgemeine Provisionen, wie sie beispielsweise Vermittlern von Vermögensanlagen bekommen. Allerdings muss es für den Anleger nachvollziehbar sein, für welche Leistungen ihm welche Kosten entstehen. Erhält der Anleger falsche oder unvollständige Informationen darüber, könnte es später Schadensersatzforderungen nach sich ziehen.

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