Auto Unfall – Restwert Wiederbeschaffungswert

Gilt ein Auto nach einem Unfall rechnerisch als Totalschaden, so hat der Geschädigte die Möglichkeit sein Fahrzeug trotzdem reparieren zu lassen, wenn die Reparaturkosten einen bestimmten Wert nicht überschreiten oder aber das Fahrzeug zu einem Restwert zu verkaufen.

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Sind die Reparaturkosten nach einem Autounfall höher als der Wiederbeschaffungswert, kann man trotzdem das Fahrzeug in einer Fachwerkstatt reparieren lassen, falls die voraussichtlichen Reparaturkosten nach dem Gutachten eines Sachverständigen nicht mehr als 30 Prozent höher sein würden als der Wiederbeschaffungswert. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man das Fahrzeug auch weiterhin nutzen möchte.

Keine Reparatur

Hat man sich allerdings dafür entschieden sein Fahrzeug im Totalschadenfall nicht reparieren zu lassen, so entsteht ein Anspruch auf Ersatz des Wiederbeschaffungswertes, wobei der Restwert in Abzug gebracht wird. Außerdem wird bei dieser Berechnung die im Wiederbeschaffungswert enthaltene Mehrwertsteuer abgezogen, denn im Schadensfalle wird die Mehrwertsteuer nur so weit ersetzt, wie sie tatsächlich angefallen ist.

Restwert vom Auto

In einem Sachverständigengutachten findet man die Aussagen darüber, wie hoch der jeweilige Mehrwertsteuer-Abzug ausfällt, denn dieser hängt zum Beispiel auch vom Alter und Typ des Fahrzeugs ab. Dem Geschädigten steht es frei sein Auto, zum Beispiel an die Fachwerkstatt, zu verkaufen. Hierbei wird der Restwert zugrunde gelegt, den der Sachverständige in seinem Gutachten ermittelt hat. In diesem Falle sollten Sie einen korrekt datierten Kaufvertrag über das Unfallfahrzeug abschließen, auch mit Ihrer Fachwerkstatt.

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One thought on “Auto Unfall – Restwert Wiederbeschaffungswert

  1. Kommentar Autor
    Marc Lörsch
    Ein Kommentar

    Gilt die 30%-Regel auch bei Vollkasko-Schäden?

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