Auto Kaskoversicherung muss auch bei Fahrsicherheitstraining bezahlen

Wird ein Sachschaden bei einem Fahrsicherheitstraining verursacht muss die Auto Kaskoversicherung in der Regel bezahlen, sofern nicht gegen andere gefahren wird und auch keine Rundenzeiten gemessen werden.

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Mit seinem Sportwagen hatte ein Mann an einem vom Veranstalter organisierten Fahrsicherheitstraining teilgenommen, wobei seine Kaskoversicherung in ihren Bedingungen so genannte Fahrveranstaltungen von der Deckung ausschließt. Bei diesem Fahrsicherheitstraining auf einer Grand Prix Strecke verunglückte der Mann mit seinem Sportwagen.

Versicherung verweigerte Zahlung

Der Sachschaden belief sich auf etwa 35.000 Euro, den die Versicherung nicht bezahlte, mit der Begründung es habe sich um eine Rennsportveranstaltung gehandelt. So ging das ganze vor Gericht und der Sportwagenfahrer stellte klar, dass er weder gegen andere noch gegen die Uhr gefahren sei und für ihn der Sinn darin bestand, bei hohen Geschwindigkeiten ein Fahrgefühl vermittelt zu bekommen.

Oberlandesgericht Köln

Das Oberlandesgericht Köln (AZ: 9 U 76/06) folgte der Argumentation des Fahrers und verurteilte die Kaskoversicherung zur Zahlung des Sachschadens. Die in den Bedingungen der KFZ Versicherung angeführte Rennklausel greift da nicht, da es auch für das Gericht ausschlaggebend ist, dass bei einem Fahrsicherheitstraining nicht gegeneinander gefahren wird und auch keine Rundenzeiten gemessen werden.

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