Auslieferung elektronische Gesundheitskarte vorerst gestoppt

Durch die neue Regierung sind die Krankenkassen in Bezug zur elektronischen Gesundheitskarte vorsichtig geworden, die AOK Rheinland/Hamburg hat sogar die Auslieferung vorerst gestoppt.

Die Auslieferung der Gesundheitskarte wurde von der AOK Rheinland/Hamburg vorerst gestoppt und dies aus gutem Grund, denn keiner weiß genau was die neue Bundesregierung in der Gesundheitspolitik verändern will.

Aber nicht nur die AOK Rheinland/Hamburg sondern auch andere Krankenkassen haben deutlich das Tempo rausgenommen. Im Koalitionsvertrag haben CDU/CSU und FDP vereinbart zuerst eine Bestandsaufnahme bei der elektronischen Gesundheitskarte zu machen, bevor die Gesundheitskarte weiter umgesetzt wird. Erst nach dieser Bestandsaufnahme will die Regierung entscheiden wie es weiter geht.

Solche Aussagen verunsichern die Krankenkassen, die deshalb erst mal die Sache langsamer angehen, denn die elektronische Gesundheitskarte hat schon sehr viel Geld verschlungen. Die damalige Regierung hat die Kosten für die elektronischen Gesundheitskarte auf rund 1,4 Milliarden Euro beziffert, allerdings rechnen die Krankenkassen mit rund 4 Milliarden Euro. Die Kosten für die elektronische Gesundheitskarte müssen in die Beiträge eingerechnet werden.

Momentan wird laut einer Sprecherin des Krankenkassenverbandes nicht mit dem aus für die elektronische Gesundheitskarte gerechnet, denn bisher haben die Kassen schon jede Menge Geld reinsteckt. Wilfried Jacob, der Chef der AOK Rheinland/Hamburg sagt richtigerweise, dass es wünschenswert wäre einen Brief aus dem Bundesgesundheitsministerium zu bekommen, in dem den Krankenkassen klar mitgeteilt wird, das Projekt der elektronischen Gesundheitskarte wird fortgeführt oder eben gestoppt.