Auslandreisekrankenversicherung – Tarif mit Selbstbeteiligung

Beim Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung ist es wenig sinnvoll einen Tarif mit Selbstbeteiligung zu wählen, da die Policen an sich nicht sehr teuer sind. Grundsätzlich empfiehlt sich der Abschluss einer solchen Versicherung jedoch immer, da die gesetzlichen Krankenversicherer nur einen geringen Teil der Kosten bei Krankheit im Ausland übernehmen.

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Bei einer Auslandsreisekrankenversicherung ist ein Tarif mit Selbstbeteiligung nicht zu empfehlen. Der Preis für die Policen ist vergleichsweise niedrig und die Tarife ohne einen Selbstbeteiligung sind nicht viel teurer. Hier gibt es gute Verträge für einzelne Personen schon für rund sechs Euro, für Familien sind Verträge mit einem guten Schutz schon für rund 20 Euro zu erhalten.

Jahrespolicen machen mehr Sinn

Es gibt Policen, die einzelne Reisen abdecken, aber es ist auch möglich Jahrespolicen, die mehrere Reisen pro Jahr schützen, abzuschließen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass dabei die einzelnen Reisen in der Regel nicht länger als sechs bis acht Wochen dauern dürfen.

Sozialversicherungsabkommen – wird nicht immer alles bezahlt

Von Verbraucherschützern wird grundsätzlich geraten eine Auslandsreisekrankenversicherung zusätzlich abzuschließen, denn die gesetzliche Krankenversicherung deckt die Kosten für nicht alle Behandlungen auf der ganzen Welt ab. So gilt, dass in Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat, ein begrenzter Schutz eintritt. Hier übernehmen die Kassen allerdings maximal die Kosten, die auch in Deutschland aufgetreten werden. Daher wird zum Beispiel ein Krankenrücktransport nicht übernommen. Im Vergleich hierzu sind Privatpatienten relativ umfassend geschützt.

Tipp für eine Auslandsreisekrankenversicherung:

1.) Gesetzlich Versicherte sollten bei einer Reise ins Ausland immer eine Auslandsreisekrankenversicherung abgeschlossen werden, da selbst in den Nachbarländern nicht immer alles erstattet wird.

2.) Bei Privatversicherten ist zu prüfen ob der Rücktransport aus dem Urlaubsland in der Privatpolice abgedeckt ist und ob die Selbstbeteiligung beim Rücktransport bezahlt werden muss. Ist der Rücktransport nicht versichert sollte eine Auslandsreisekrankenversicherung abgeschlossen werden.

3.) Wird eine Reise trotz einer bestehenden Reisewarnung von der Regierung für das betreffende Urlaubsland angetreten, ist der Reisende bei den meisten Auslandsreisekrankenversicherungen nicht mehr abgesichert.

4.) Bei Vorerkrankungen oder chronischen Leiden des Reisenden sollte die Versicherung vorab informiert werden.

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