Ausbildungsversicherung für Kinder – Vorsicht

Wenn Opa und Oma Enkel und Kinder gleichermaßen erfreuen wollen, denken Sie sich was Nützliches aus. Sparen ist immer eine gute Sache, denken sie und schließen eine Ausbildungsversicherung ab. Aber hier ist Vorsicht geboten.

Endlich ist der Enkel da. Ein kleines Häufchen voller Möglichkeiten. Was wird er wohl mal werden? Pilot, Zugführer, Chirurg oder vielleicht Präsident der USA. Alles ist möglich, wenn die Ausbildung stimmt. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Denn Bildung ist nirgendwo auf der Welt mehr eine Selbstverständlichkeit. Und kostenlos ist sie schon gar nicht. Da gibt es Studiengebühren, Privatschulen oder aber das einjährige Praktikum, dass mehr schlecht als recht bezahlt wird. Nun denken sich Oma und Opa was Schönes aus: Sie schließen eine Ausbildungsversicherung ab. Die soll dann ausgezahlt werden, wenn das Kind das richtige und vor allem bei Vertragsabschluss festgelegte Alter hat.

Teuer und unflexibel

Was leider viele nicht wissen ist, dass diese so genannten Ausbildungsversicherungen meist den Regeln einer Kapitallebensversicherungen folgen. Über einen bestimmten Zeitraum normalerweise mindestens zwölf Jahre lang wird regelmäßig Geld vom Versicherten an den Versicherer gezahlt. Dieser wiederum legt das Geld an und zahlt das angesammelte Vermögen am Ende der Laufzeit abzüglich der Versicherungskosten an den Versicherungsnehmer beziehungsweise den Begünstigten aus. Das Gute daran ist, dass bei der klassischen Ausbildungsversicherung meist in sehr sichere Anlagen investiert wird. Der Nachteil: Sie ist unflexibel und vor allem häufig überteuert.

Investieren auf eigene Faust

Experten raten deshalb eher vom Abschluss der Ausbildungsversicherung ab. Sinnvoller ist es, das Anlegen von Geld und Versicherungen getrennt voneinander in Angriff zu nehmen. So ist im Versicherungsbereich eine Risikolebensversicherung die bessere Wahl, zumal sie preisgünstiger ist und auch noch dem Ableben Gott bewahre weitergeführt werden kann. Wer Geld anlegen möchte, kann das heute auch auf eigene Faust. Bedenkenlos investieren kann man derzeit, auch in unseren wirtschaftlich unsicheren Zeiten, zum Beispiel in Budesschatzbriefe.