Auf fallende Kurse spekulieren mit Fonds

Durch eine neue EU Richtlinie ist es seit einiger Zeit möglich, dass auch Privatanleger auf fallende Kurse spekulieren mit Fonds, doch die ersten Ergebnisse sehen alles andere als erfreulich aus.

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Vor einiger Zeit wurde hier über Investmentfonds berichtet, die auch von fallenden Kursen profitieren können. Dieses Wetten auf fallende Kurse haben bisher nur die Hedgefonds gemacht und dies auch zum teil sehr erfolgreich.

Fallende Kurse

Auf fallende Kurse setzen bringt in der Regel dann Ertrag, wenn die Börse so wie Anfang des Jahres in die Knie geht. Herkömmliche Investmentfonds können in solchen Zeiten nur versuchen den Schaden so gering wie möglich ausfallen zu lassen. Investmentfonds die auch von fallenden Kursen profitieren können, haben oft im Namen das Kürzel 130/30. Dies bedeutet dass der Fondsmanager einfach beschrieben 100 Prozent des Kapitals in Werte investiert, von denen er sich Gewinne erhofft.

Fremdkapital

Er leiht sich dann für 30 Prozent des Vermögens weitere Aktien bei denen er mit fallenden Kursen rechnet. Die geliehenen Aktien werden an der Börse gleich verkauft, dabei ist das Ziel des Managers diese Aktien später wieder billiger zurück kaufen zu können. Die Differenz ist dann der Gewinn.

DWS Deutsche Aktien 130/30

So kann der Fondsmanager beispielsweise mit einem Vermögen von 200 Millionen Euro mit insgesamt 260 Millionen auf steigende Kurse setzen und mit 60 Millionen Euro auf fallende Kurse, was dann einem Hebel von 1,6 entspricht. Einer der wohl bekanntesten Investmentfonds in diesem Segment ist der DWS Deutsche Aktien 130/30. Nun müsste man ja denken dass der DWS Deutsche Aktien 130/30 seit Jahresbeginn eigentlich auch einen Gewinn hätte einfahren müssen aber dem ist nicht ganz so wie die das nachfolgende aufzeigt.

DWS Deutsche Aktien 130/30

Performance:

Seit 3 Monaten 2,45 Prozent
Seit 6 Monaten -9,30 Prozent
Laufendes Jahr -13,55 Prozent

Nimmt als Vergleich mal einen herkömmlichen Investmentfonds der DWS den Akkumula sehen die Werte wie folgt aus:

Akkumula

Performance:

Seit 3 Monaten -1,75 Prozent
Seit 6 Monaten -11,59 Prozent
Laufendes Jahr -10,04 Prozent

Vergleich hinkt

Natürlich kann dieser Vergleich hinken aber wenn Menschen, die keine Profis sind, diese Zahlen lesen, fällt doch als erstes auf dass ein herkömmlicher Investmentfonds im laufenden Jahr weniger Verlust gemacht hat als der Fonds der eigentlich von dem extremen Kursverfall zu Beginn des Jahres 2008 hätte profitieren müssen. Es ist sicherlich interessant diese neue Art der Investmentfonds zu beobachten aber man sollte vorsichtig sein und vor allem neben dem höheren Risiko auch auf die höheren Gebühren gegenüber den normalen Investmentfonds achten.

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