Auch Schufa kann irren
Manchmal ist man auch als unbescholtener Bürger überrascht, wenn man eine Absage zu einem Geschäft von einem Händler bekommt, der sich auf die Aussagen der Schufa beruft. Nicht immer ist die Vorgehensweise der Schufa transparent und man sollte seine eigene Akte einsehen und überprüfen.
Es kann vorkommen, dass man trotz guten Einkommens und bezahlter Rechnungen ein Schreiben eines Versandhauses, Mobilfunkverkäufers oder anderen bekommt, dass diese keine Geschäfte mit einem machen wollen. Dann ist man überrascht und fragt sich, woher das kommt. Eventuell hat hier der Händler sich auf die Auskünfte der Schufa bezogen. Die Schufa erfasst nach eigenen Angaben Namen, Adresse, Geburtsdaten, Girokonten, Kreditkarten, Handyverträge und Kredite. Wird nun irgendwas nicht bezahlt, gibt es bei der Schufa automatisch einen negativen Eintrag und somit sind weitere geschäftliche Abwicklungen für den Betroffenen erschwert.
Score Wert für jeden Die Schufa sammelt aber nicht nur Daten, sie hat sich auch zur Aufgabe gestellt einen sogenannten Schufa-Score aufzustellen, also Kreditrisiken von morgen auch für unbescholtene Bürger vorher zu sagen, was unter Experten mehr als umstritten ist. Bei dieser Form der Vorhersage ist es nämlich möglich, dass allein schon die Wohnlage sich als hinderlich herausstellt oder aber der Name klingt ausländisch. Das Verfahren ist nicht wirklich durchschaubar. Laut Angaben des Verbraucherschutzes sind außerdem ca. 35 Prozent der Angaben der Schufa schlichtweg falsch.
Angaben zur Kreditwürdigkeit gespeichert Das Ergebnis ist daher so erschreckend, weil sich viele Handyanbieter, Versandhäuser oder Kreditkartenfirmen auf die abgerufenen Daten berufen und es somit eben genau dazu kommen kann, dass unverschuldete Bürger eine Kaufabsage erhalten. Daher ist anzuraten mal einen Blick in die eigene Schufa-Akte zu werfen, denn die Schufa trifft ihre Angaben zur Kreditwürdigkeit ganz ohne die Informationen über Einkommen und Vermögen, denn dies gehört nicht zu den Informationen in deren Pool. Will man seine eigene Schufa-Akte einsehen, so kann man sich hierzu weitere Informationen unter www.schufa.de einholen.
- weitere Informationen für Sie: