Arbeiten trotz Krankschreibung kann schlimme Folgen haben

Die Angst um den Arbeitsplatz ist heute bei den Angestellten groß. Deshalb gehen viele auch trotz Krankschreibung schnell wieder zur Arbeit. Das kann schlimme Konsequenzen haben. Nicht nur gesundheitliche.

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Jaja, die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist so niedrig wie schon lange nicht mehr. Kein Wunder, arbeiten Hinz und Kunz sowie Greti und Bledi für 5,50 Euro die Stunde im Drei-Schicht-Dienst mit Wochenendarbeit und 18 Tagen Jahresurlaub. Nur, alles ist besser als zu Hause rumzusitzen. Deshalb kneift man zusammen, was zusammen gehört und hält durch. Komme was da wolle und sei es eine Krankheit.

Trotz Fieber zum Job?

Aus Sorge um den – wenn auch oft genug schlecht bezahlten und freudlosen Arbeitsplatz – schleppt sich so mancher Arbeiter oder Angestellter zum Job. Bis es irgendwann nicht mehr geht und man tatsächlich krank wird. Da liegt man dann zu Hause mit einer schlimmen Sommergrippe und fühlt sich, als müsse man sterben. Aber zur Ruhe kommt man trotz der Krankschreibung durch den Hausarzt nicht. Weiß man doch, dass man ersetzbar ist. Draußen warten hunderte anderer Bewerber auf den Job – glaubt man zumindest. Also, sobald das Fieber in erträgliche Höhen gesunken ist, macht man sich auf zum Arbeitgeber.


Löblich, aber nicht erlaubt

Soviel Arbeitseinsatz, aus welchen Gründen auch immer, ist natürlich aller ehrenwert, aber nicht ratsam. Denn sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer kann das Arbeiten trotz Krankmeldung böse Folgen haben. Das liegt nicht nur an der Gesundheit, die ernstlichen Schaden nehmen kann, wenn man zu früh wieder loslegt. Das liegt vor allem auch an versicherungsrechtlichen Faktoren. Der Arbeitnehmer ist während der Krankschreibung nicht versichert, wenn sich ein Arbeitsunfall ereignet. Der Arbeitgeber wiederum kann mit der zuständigen Berufsgenossenschaft böse Probleme bekommen. Es ist schlicht nicht erlaubt, den Arbeitnehmer im Büro, Lager oder sonstwo krankgeschrieben einzusetzen. Es sei denn, der zuständige Arzt hat den Patienten gesundgeschrieben und der Arbeitnehmer kann eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung vorlegen.

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