Arbeiten trotz Behinderung

Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderungen haben es auf dem Arbeitsmarkt schwer. In Integrationsfirmen haben sie eine echte Chance wieder zu arbeiten.

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Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderungen haben es auf dem Arbeitsmarkt schwer. In Integrationsfirmen haben sie eine echte Chance wieder einer Berufstätigkeit nachzukommen.

Arbeiten trotz Behinderung

Vorne an der Ecke ist ein schöner, großer Supermarkt. Das Sortiment ist groß und die Preise stimmen auch. Er gehört nicht zu den üblichen großen Ketten und ein Discounter ist er auch nicht. Aber sonst ist eigentlich alles ganz normal. Die Kassiererin ist vielleicht ein bisschen freundlicher, als man es sonst in der deutschen Dienstleistungswüste gewohnt ist.

Wirtschaftlicher Anspruch

Der Supermarkt gehört zu den so genannten Integrationsfirmen. Das sind Unternehmen, in denen behinderte und nicht-behinderte Menschen miteinander arbeiten. Diese Betriebe verfolgen wie jede andere Firma auch wirtschaftliche Ziele. Die Besonderheit: Neben dem Bestreben Geld zu verdienen und konkurrenzfähig zu bleiben, werden hier dauerhaft 25 bis 50 Prozent der Arbeitsplätze an Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen vergeben. Auch psychische Erkrankungen gehören hierzu. Die ersten Integrationsfirmen wurden in den 70er Jahren gegründet. Heute gibt es deutschlandweit einige Hundert, die die verschiedensten Branchen abdecken.

Das Spektrum ist groß

Ob Dienstleistung, Handwerk, Hotel oder Multimedia-Unternehmen, diese Form des sozialen Arbeitgebertums kennt keine Grenzen. So können die individuellen Fähigkeiten des Einzelnen eingesetzt werden. Die Bezahlung der Mitarbeiter richtet sich in der Regel nach den Tarifen oder zumindest der für die Region üblichen Entlohnung. Die Verträge werden unbefristet abgeschlossen. Die gesetzliche Grundlage für die berufliche Eingliederung von gehandicapten Menschen liegt im Sozialgesetzbuch IX. Wer Hilfe und Beratung braucht, kann sich an die Integrationsämter oder besser noch die Integrationsfachdienste wenden. Und dann steht einem Start in den beruflichen Alltag nichts mehr im Weg.

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