Anspruch auf Pfändungsschutzkonto

Wenn das Konto verpfändet wird, kann keine Miete oder andere Rechnungen mehr gezahlt werden, was den Betroffenen noch tiefer in die Schulden treibt. Ab dem 01. Juli diesen Jahres tritt ein neuer Pfändungsschutz in Kraft, der es Schuldnern ermöglicht, ein Pfändungsschutzkonto zu führen.

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Wenn Gläubiger einen Titel erwirkt haben, kann das Konto des Schuldners gepfändet werden. Nach altem Recht soweit, dass der Schuldner fällige Zahlungen wie Miete, Nebenkosten etc. nicht mehr tätigen kann, das faktisch einer Sperrung des Kontos gleichkommt. Will er einen Teil seines Guthabens oder der Zahlungseingänge auf dem Konto sichern, muss er innerhalb von 14 Tagen einen Antrag auf Vollstreckungsschutz beim Vollstreckungsgericht einreichen, wo der pfändungsfreie Betrag berechnet wird und die Pfändung des Kontos durch einen Beschluss aufgehoben wird. Nach Gerichtsbeschluss wird durch die Bank der unpfändbare Teil an den Schuldiger ausbezahlt, der Rest geht an die Gläubiger.

P-Konto

Mit dem neuen Recht haben Schuldner die Möglichkeit ein Pfändungsschutzkonto, auch P-Konto genannt, zu eröffnen bzw. ihr Girokonto nach Absprache mit der Bank in ein solches umzuwandeln. Geschützt ist auf diesem der pfändungsfreie Grundbetrag in Höhe von 985,15 EUR, ist man unterhaltspflichtig, kann dieser Betrag steigen. Gegen Vorlage von Bescheinigung des Arbeitgebers, der Familienkasse oder eines Sozialleistungsträgers bei seiner Bank, kann sich der Betrag erhöhen. Mit dem neuen Gesetz soll auch verhindert werden, dass Betroffenen eine Kontoeröffnung und der bargeldlose Zahlungsverkehr verwehrt bleibt.

Anspruch auf Gewährung von individuellem Pfändungsschutz bleibt bestehen

Auch wer ein P-Konto führt und automatisch über einen pfändungsfreien Grundbetrag auf diesem Konto verfügen kann, hat das Recht einen Antrag beim Vollstreckungsgericht auf Gewährung eines individuellen Kontopfändungsschutzes zu stellen.

P-Konto wird an Schufa gemeldet

Banken werden die Eröffnung oder die Umwandlung in ein P-Konto der Schufa melden, um Missbrauch zu vermeiden, denn pro Person kann nur ein P-Konto geführt werden. Inwieweit Kontogebühren erhoben werden, hängt vom Geldinstitut ab. Die Umwandlung des Girokontos darf jedoch nichts kosten.

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