Anspruch auf Mutterschaftsgeld – wieviel Wochen?

Werdende Mütter haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld sechs Wochen vor der Geburt und acht Wochen nach der Geburt. In Einzelfällen kann die Frist verlängert werden, das Mutterschaftsgeld muss beantragt werden.

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Wenn man schwanger wird, beschäftigen einen viele Fragen. Eine davon ist zum Beispiel wie hoch das Mutterschaftsgeld sein wird, wie man das überhaupt beantragen muss, wie lange man es bekommen wird. Eine weitere Frage ist auch, wie man künftig krankenversichert ist, wenn man sich dazu entscheidet zu Hause zu bleiben und eine Babypause einzulegen. Man kann sich mit all diesen Fragen natürlich an seine Krankenkasse wenden, die diese dann auch ausführlich beantwortet.


Mutterschaftszeit

Mutterschaftsgeld erhält man grundsätzlich für die Zeit sechs Wochen vor der Geburt und für acht Wochen nach der Geburt. Kommt es jedoch zu einer Mehrlingsgeburt oder eine Frühgeburt, so wird das Mutterschaftsgeld nach der Entbindung von acht Wochen auf zwölf Wochen ausgedehnt. Kommt das Baby früher als zum errechneten Geburtstermin zur Welt, so verliert man keine Mutterschaftszeit, denn die hier fehlenden Tage werden nach der Geburt hinzugerechnet.

Bescheinigung vom Arzt

Für die Beantragung des Mutterschaftsgeldes erstellt der behandelnde Arzt frühestens sieben Wochen vor dem Geburtstermin eine Bescheinigung, auf welcher die werdende Mutter die Rückseite ausfüllen muss. Es werden Angaben zu Urlaub, der letzten Arbeitsstelle und Bankdaten erfragt. Erhält man keine Bescheinigung von einem Arzt, so kann man diese auch direkt bei der Krankenkasse erhalten. Nach der Antragstellung wird das Geld für den Zeitraum vor der Geburt an die Mutter überwiesen, alle weiteren Zahlungen erhält man erst nach Einreichen der Geburtsurkunde, so dass es hier zu mehreren Auszahlungen kommt.


Vom Einkommen abhängig

Mutterschaftsgeld ist einkommensabhängig. Da die Krankenkasse zum Mutterschaftsgeld einen Zuschuss von maximal dreizehn Euro täglich bezahlt, erhält die Mutter den Rest des Geldes als Differenz zu ihrem vorherigen Nettoeinkommen vom Arbeitgeber. Ist eine Antragstellerin arbeitslos, so erhält sie Mutterschaftsgeld in Höhe des Arbeitslosengeldes. Mitversicherte Angehörige ohne eigenes Einkommen, Selbständige und freiwillig Versicherte ohne Anspruch auf Krankengeld, haben auch keinen Anspruch auf die Auszahlung des Mutterschaftsgeldes.

Besteht das Arbeitsverhältnis weiter, so ist während der Elternzeit die Mutter auch selbständig weiter krankenversichert. Ist das Arbeitsverhältnis beendet, so endet auch der Versicherungsschutz und die Mutter kann sich entweder über den Partner familienversichern oder aber auch bei den eigenen Eltern, wenn das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet ist. Kinder werden immer kostenfrei bei den Eltern mitversichert.

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