Anrechnungsfrei bei Hartz IV: Ferienjobs

Endlich mal gute Nachrichten zum Thema Hartz IV. Ab Juni dieses Jahres bleibt das Einkommen Jugendlicher durch Ferienjobs anrechnungsfrei.

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Erinnern Sie sich noch an Ihre Jugend. Da hat man frühmorgens schon vor der Schule Zeitungen ausgetragen, um sich das spärliche Taschengeld aufzustocken. Besonders beliebt war aber das Arbeiten in den Ferien. Diese Ferienjobs hat man in erster Linie gemacht, um sich teurere Sonderwünsche erfüllen zu können. Da hat man sich den Führerschein selbst verdient oder das erste Moped finanziert. Und nicht nur das Geld war eine gute Sache. Nein, durch das Jobben hat man erste berufliche Erfahrungen gesammelt, man konnte Kontakte knüpfen und hat gelernt die eigenen Fähigkeiten und Neigungen einzuschätzen.


Endlich mehr Anreiz

Ferienjobber gibt es auch heute noch. Leider sind aber bisher die Kinder von Hartz IV-Empfängern benachteiligt. Ihr Verdienst wurde nämlich der Bedarfsgemeinschaft angerechnet. Damit entfiel für die Jugendlichen der Anreiz sich in der unterrichtsfreien Zeit auf die Beine zu machen und arbeiten zu gehen. Jetzt haben das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie das Bundesministerium für Finanzen ein Einsehen mit den benachteiligten Schülern gehabt.

1.200 Euro sind frei

Sie gaben gemeinsam eine Neuregelung der Anrechnung des Einkommens von Schülern auf Leistungen nach dem SGB II bzw. SGB XII per Verordnung (3. Alg II-VÄndV) bekannt. Demnach wird das ALG II um einen Absatz erweitert.

Ab Juni 2010 ist ein Erwerbseinkommen von maximal 1.200 Euro pro Kalenderjahr nicht bedarfsmindernd anzurechnen, wenn es in den Schulferien innerhalb von höchsten vier Wochen verdient wurde. Diese Regelung gilt für Schüler an allgemeinbildenden oder berufsbildenden Schulen. Allerdings nur dann, wenn der betreffende junge Erwachsene das 25. Lebensjahr nicht vollendet hat und keine Ausbildungsvergütung erhält.

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